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Deutlich weniger neue Flüchtlinge – 2017 bisher nur vier in Apenrade

Deutlich weniger neue Flüchtlinge – 2017 bisher nur vier in Apenrade

Deutlich weniger neue Flüchtlinge – 2017 bisher nur vier in Apenrade

Kopenhagen
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Familie
4.757 Menschen sind bisher 2017 im Zuge der Familienzusammenführung nach Dänemark gekommen. Foto: Andre Hunter/Unsplash

Die 98 dänischen Kommunen sollen dieses Jahr noch deutlich weniger Flüchtlinge unterbringen als angekündigt. Die Ausländerbehörde hat die Prognose ein zweites Mal reduziert. In Nordschleswig sind 2017 bisher 43 Flüchtlinge untergekommen.

Im gesamten Jahr 2017 werden es nach neuer Prognose nur 2.200 Flüchtlinge sein, um die sich die 98 dänischen Kommunen kümmern. Das hat die Ausländerbehörde bekanntgegeben. Zuvor war von 4.000 Flüchtlingen die Rede, in der ersten Prognose gar von 10.000.

Die Änderung geschehe „vor dem Hintergrund der Anzahl der eingereisten Asylbewerber und der Anzahl der Flüchtlinge, die bisher in den Kommunen dieses Jahr untergebracht wurden“, so die Behörde.

Zuletzt war die Prognose im April von 10.000 auf 4.000 gesenkt worden. Nun auf 2.220. Konkret bedeutet das, dass zum Beispiel die Kommune Odense mit 220.563 Einwohnern 18 statt 33 Flüchtlinge unterbringen soll.

Bis zum 31. Juli haben im Jahr 2017 1.948 Menschen in Dänemark Asyl bekommen, 4.757 sind durch Familienzusammenführungen ins Land gekommen, darunter auch viele Bürger aus den USA und anderen „westlichen“ Ländern. 2016 gab es 7.493 positive Asylbescheide, 2015 waren es 10.849. Nur jeder dritte Asylantrag wurde 2017 genehmigt, 2016 lag die Zahl bei 72 Prozent, 2015 bei 85 Prozent.

In Nordschleswig sind 2017 bisher 43 Flüchtlinge untergekommen. Die wenigsten in der Kommune Apenrade, wo es nur vier waren (siehe Grafik).

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