Gefahr Straßenbrücken

Alle 30 angekündigten Überwachungskameras installiert

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Foto: Torben Klint/Scanpix

Viele Autofahrer haben ein mulmiges Gefühl beim Unterfahren von Straßenbrücken. Nach einem tödlichen Steinwurf vor zwei Jahren und weiteren gefährlichen Taten hat die Polizei nun installiert, was länger angekündigt war.

Auf 30 Straßenbrücken Dänemark sind nun Überwachungskameras installiert. Dies teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Es sei unglaublich gefährlich, Steine von Brücken auf schnell fahrende Autos zu werfen, so Polizeiinspekteur Michael Kjeldgaard vom nationalen Fahndungszentrum der Polizei, es gebe tragische Beispiele. Mit den Kameras hofft die Polizei, Täter in Zukunft von diesen Verbrechen abzubringen oder sie, sollten sie doch geschehen, besser aufklären zu können.

Vor zwei Jahren wurde eine deutsche Familie Opfer eines bis jetzt unbekannten Steinewerfers. Auf dem Weg von Schweden nach Hause durchbrach auf Fünen eine kiloschwere Betonplatte die Windschutzscheibe und tötete die Mutter, der Vater wurde sehr schwer und bleibend verletzt. Im November 2017 entschied der Justizminister, 30 Kameras aufstellen zu lassen. Am 31. August dieses Jahres waren nur 3 installiert. Nach einer Intervention des Ministers sind es nun nach Aussage der Polizei alle 30.

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