Vier Jahre nach der Pandemie gibt es heute wieder 43.000 Nerze auf sechs Farmen

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Vier Jahre nachdem alle Nerze während der Corona-Pandemie gekeult wurden, erholt sich die Branche langsam. Nach Angaben von „DR Nyheder“ gibt es 15 Nerzherden auf sechs Nerzfarmen in Westjütland und Nordjütland mit insgesamt 43.000 Tieren. Laut der Vorsitzenden des dänischen Nerzverbandes, Louise Simonsen, seien 25 Personen bereit, Nerze zu züchten, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Es sei unvermeidlich, dass die Nerzindustrie in den kommenden Jahren größer und besser werden wird, so die Vorsitzende. Wegen steigender Preise für Nerzfelle und einem relativ geringen Angebot ist die Zucht wieder attraktiv. Im November 2020 wurden mehr als 1.000 Nerzzüchterinnen und -züchter von Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) aufgefordert, ihre Tiere zu keulen. Gleichzeitig wurde ein bis Januar 2023 geltendes Verbot der Nerzzucht erlassen. Den Züchterinnen und Züchtern wurde eine Entschädigung in Milliardenhöhe zugesprochen. Henning Otte Hansen von der Universität Kopenhagen erwartet, dass das Vorcorona-Niveau mit bis zu 17 Millionen Nerzen nicht mehr erreicht wird – auch weil die Wertschöpfungskette nicht mehr existiert.