Regierung will Verurteilte mit harter Arbeit statt mit Gefängnis bestrafen

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Die Regierung wird in Kürze einen Vorschlag für eine neue Strafrechtsreform vorlegen. Darin sind Alternativen zur Haftstrafe vorgesehen. So können Straftäterinnen und Straftäter statt einer Gefängnisstrafe in einigen Fällen auch harte Arbeit ableisten. Das sagte Kulturminister Jakob Engel-Schmidt (Moderate), Chefunterhändler der Moderaten bei der Reformarbeit, gegenüber „Berlingske“. „Es könnte stattdessen ein Job in der Landwirtschaft sein. Es könnte eine Maschinenfabrik auf Fünen oder in Jütland sein, die einen jungen Mann aus Kopenhagen einstellen, der in schlechte Gesellschaft geraten ist. Das könnte eine ganz andere Art von Arbeit sein“, sagt er. Doch lange nicht alle Verurteilten können eine Gefängnisstrafe gegen Arbeitshandschuhe eintauschen. In der Regel dürfe man etwa nicht wegen Körperverletzung oder Mord verurteilt worden sein. In bestimmten Fällen sollte jedoch unterschieden werden zwischen denjenigen, die beispielsweise im Nachtleben die Faust locker sitzen hatten, und denjenigen, die „Gewohnheitsverbrecher“ sind, sagt er.