Nach Trump-Drohungen: China respektiert dänische Souveränität in Grönland

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Außenminister Lars Løkke Rasmussen (Moderate) hat bei seinem Besuch in China Unterstützung in Bezug auf Grönland erhalten. Sein Land respektiere die Souveränität und territoriale Integrität Dänemarks in Bezug auf Grönland „voll und ganz“, sagte Løkkes Amtskollege, Chinas Außenminister Wang Yi, laut der Nachrichtenagentur „Reuters“.

Die Aussagen Chinas kommen nach monatelangem Druck auf Grönland und Dänemark durch US-Präsident Donald Trump, der den Einsatz von militärischer Gewalt zur Erlangung der Kontrolle über Grönland nicht ausschließt. Wang Yi hofft im Gegenzug, dass Dänemark weiterhin die „legitime“ Position Chinas in Fragen der Souveränität und territorialen Integrität Chinas unterstützt. Kritik gab es zuvor an einem inoffiziellen Besuch der ehemaligen taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen in Dänemark. Kopenhagen betrachtet die Taiwan-Frage als Chinas innere Angelegenheit und erlaubt sich keine Einmischung in den Konflikt.

Dänemark erkennt Taiwan nicht als unabhängige Nation an und unterhält auch keine diplomatischen Beziehungen zu dem Land. China übt seit langem militärischen Druck auf Taiwan aus und sieht es als abtrünnige Provinz an.