Løkke nach Gespräch mit US-Botschafter über Grönland: Wir haben um eine Erklärung gebeten

Veröffentlicht Geändert

Die USA haben mit Jeff Landry einen Sonderbeauftragten für Grönland ernannt, was laut Außenminister Lars Løkke Rasmussen (Moderate) ernst genommen werden muss. Der US-Botschafter in Dänemark, Ken Howery, war am Montag zu einem Gespräch im Außenministerium in Kopenhagen. Anwesend war auch der grönländische Vertreter. Im Gespräch zog Dänemark „eine rote Linie“ und äußerte sich „sehr deutlich“, so der Außenminister gegenüber DR und TV2.

Die Ernennung Landrys bezeichnete Løkke als „einen Schritt auf der Beschleunigungsleiter, den wir ernst nehmen müssen“. Die grönländische Regierung wurde nicht darüber informiert, dass die USA einen Sonderbeauftragten ernennen würden. Das schreibt die grönländische Naalakkersuisoq (Ministerin, Anm. d. Red.) für auswärtige Angelegenheiten, Vivian Motzfeldt, in einer Pressemitteilung.

Anfang Dezember war Ken Howery zu seinem ersten Besuch in Grönland. „Botschafter Howery hat uns nicht über diese Pläne informiert. Das zeugt nicht von Vertrauen“, schreibt Motzfeldt. Howery betonte Anfang November, die USA unterstützten das Recht des grönländischen Volkes, selbst über seine Zukunft zu entscheiden. Er sagte auch, dass „die Sicherheit in der Arktis ein Anliegen ist, das wir mit unseren Partnern im Königreich (Dänemark, Anm. d. Red.) teilen“.