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Knivsberg: Jetzt schwingt Kasper Faltz den Kochlöffel

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Der Knivsberg hat in Kasper Faltz einen neuen Chefkoch gefunden.

Der neue Küchenchef hat diese Woche seine Arbeit aufgenommen und freut sich auf die Aufgabe. Er verrät, wie er zu dem Job kam und dass „Pasta nicht auf Bäumen wächst.“

„Gebt mir noch zehn Minuten“, sagt Kasper Faltz freundlich, als er die Tür öffnet und dann wieder in der Küche verschwindet. Dort blubbert schon die Soße für das heutige Essen vor sich hin.

Faltz trägt eine schwarze Kochjacke und eine blaue Jeans und hat ein freundliches Lächeln. Der 39-Jährige hat seine Stelle als Chefkoch auf dem Knivsberg (Knivsbjerg) gerade erst angetreten. Am vergangenen Montag war sein erster Arbeitstag.

Faltz betrieb früher eigenes Restaurant

Ganz unbekannt dürfte der in Tingleff (Tinglev) geborene Küchenchef vor allem in Apenrade (Aabenraa) und Umgebung nicht sein. Bis vor Kurzem war er dort noch Inhaber des Restaurants „Vin & Gastro“.

Dieses musste er jedoch schließen, unter anderem wegen zu hoher Kosten. Aber auch, weil sein Körper es einfach nicht mehr geschafft habe, erzählt Faltz. Für sein Restaurant habe er meist 60 bis 80 Stunden die Woche arbeiten müssen, erzählt er. Dies sei nicht gut für seine Gesundheit gewesen und „es hat mein Familienleben kaputt gemacht.“

Faltz ist Vater von drei Kindern im Alter von zehn und acht Jahren sowie acht Monaten. Die beiden älteren Kinder hat er immer alle zwei Wochen bei sich. Durch seinen neuen Job habe er nun mehr Zeit für sie.

„Ich liebe es, Essen zu machen“

Für sein eigenes Restaurant musste Faltz 60-80 Stunden in der Woche arbeiten.

Nachdem mit seinem eigenen Restaurant Schluss war, war jedoch für ihn klar, dass er weiter in einem ähnlichen Bereich arbeiten wollte. „Ich liebe es, Essen zu machen“, sagt er. So kam er auf den Job am Knivsberg.

Zugute kommt ihm dabei, dass er gut Deutsch spricht, da er in Deutschland auf ein dänisches Internat ging, wo in der Freizeit viel Deutsch gesprochen wurde.

In der Gastronomiebranche ist Faltz jetzt bereits seit geraumer Zeit zu Hause. Genauer gesagt, seit er fünfzehn Jahre alt ist. Damals ging er in die Lehre als Koch. „Meine Mutter wollte immer, dass ich Kellner werde.“ Darum habe er sowohl eine Ausbildung zum Koch als auch zum Kellner absolviert.

Möchte sein Wissen weitergeben

Faltz ist gelernter Koch und Kellner.

Jetzt möchte er seine Erfahrungen auf dem Knivsberg einbringen und hat auch einige neue Ansätze und Ideen im Gepäck. Er lege großen Wert darauf, gesund zu kochen, alles selbst zu machen und abwechslungsreiche Speisen zuzubereiten. Beispielsweise müsse man kein Vegetarier sein, aber manchmal gehe es auch ohne Fleisch.

Sein Wissen möchte Faltz unbedingt an Kinder weitergeben. Etwa könnte er sich vorstellen, Kochkurse oder Ähnliches anzubieten, um Kindern beizubringen, wie man seine Ernährung abwechslungsreich gestaltet, auf welche Hygienestandards zu achten ist und wie man gesund und selbst kochen kann: „Pasta wächst nicht auf Bäumen“, sagt er schmunzelnd.

Kasper Faltz fühlt sich wohl

Der neue Chefkoch möchte seine Fähigkeiten auch anderen vermitteln.

Auch wenn Kasper Faltz gerade mal seit Montag seine Stelle angetreten hat, fühlt er sich schon gut angekommen: „Alle hier sind ganz, ganz nett“, erzählt er begeistert. Natürlich sei es etwas anders, als sein eigenes Restaurant zu haben, aber in der Küche sei er ja irgendwo trotzdem sein eigener Chef, weswegen er keine Eingewöhnungsschwierigkeiten habe.

Im Gegenteil könne er es in seinem Kopf und an seinem Körper merken, wie gut ihm die neue Arbeit tue. Natürlich könne es auch hier manchmal stressig werden, aber es sei kein Vergleich: „Ich bin ganz schön entspannt geworden.“