Handball

Trainer will mit SønderjyskE auf europäischer Bühne spielen

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Peter Nielsen hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert.

Die bevorstehende Auflösung von Sønderjysk Elitesport hat bei den SønderjyskE-Handballerinnen viele Fragen aufgeworfen. Auch, ob das wirtschaftliche Fundament hält? Die Zukunft scheint aber gesichert. SønderjyskE setzt mit der Vertragsverlängerung für Trainer und Sportchef Peter Nielsen ein Zeichen.

Sønderjysk Elitesport ist bald Vergangenheit. Dies steht bereits seit Januar fest, doch während hinter den Kulissen am wirtschaftlichen Fundament für die Zukunft auf eigenen Beinen gearbeitet wird, haben sich die Verantwortlichen bedeckt gehalten.

Die bevorstehende Trennung hat bei SønderjyskE Kvindehåndbold viele Fragen aufgeworfen. Nach einem dramatischen Minus im vergangenen Haushaltsjahr wurde sogar um die sportliche und wirtschaftliche Zukunft gebangt, doch die Zukunft scheint mit neuen Investoren gesichert.

Die vielleicht wichtigste Personalie

Die Verantwortlichen von SønderjyskE Kvindehåndbold haben wochenlang ungeduldig auf SønderjyskE Ishockey und auf eine Trennungsabsprache gewartet, scheinen nun aber die Geduld verloren zu haben. Noch ist das künftige Setup nicht vorgestellt worden, mit der vielleicht wichtigsten Personalie ist aber ein Zeichen gesetzt worden.

SønderjyskE Kvindehåndbold hat den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer und Sportchef Peter Nielsen bis zum Sommer 2027 verlängert.

„Ich hätte nicht verlängert, wenn ich nicht von einer guten Zukunft von SønderjyskE überzeugt wäre“, sagt Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Höhere Ziele anpeilen

Der 40-Jährige ist seit fünf Jahren bei den Hellblauen, stieg nach einem Jahr als Co-Trainer zum Cheftrainer auf und führte den Klub zurück ins Oberhaus. SønderjyskE hat in der laufenden Saison den erstmaligen Einzug ins Pokal-Final-Four geschafft, den Punkterekord in der Liga geknackt und sich für die Meisterschaftsendrunde qualifiziert. Und er will höher hinaus.

„Ich bin von diesem Projekt überzeugt. Wir wollen uns weiterentwickeln und arbeiten beinhart daran, uns zu verbessern. Dann warten auch andere Ziele auf uns. Ich möchte mit SønderjyskE auf der europäischen Bühne spielen. Das ist mein Traum und meine Ambition“, so Peter Nielsen.

Eine Aussage, die er so wohl nicht tätigen würde, wenn SønderjyskE in der kommenden Saison den Gürtel enger schnallen müsste.

Dauerhaft in den Top 8

„Fünf Jahre im gleichen Verein sind eine lange Zeit, aber er ist ein perfektes Match. Wir haben gemeinsam den Glauben daran, dass wir den Klub als festen Bestandteil der Top 8 stabilisieren können“, so Vorstandsvorsitzender Hans Henrik Damgaard in einer Pressemitteilung.

Um weiter oben angreifen zu können, müssen sie sich aber mächtig steigern. Die stark dezimierte SønderjyskE-Mannschaft hat zum Auftakt der Meisterschaftsendrunde eine deftige 26:36-Heimniederlage gegen Team Esbjerg einstecken müssen.

Die Hellblauen zeigten im Angriff eine ordentliche Leistung, fanden in der Deckung aber kein Rezept gegen den Favoriten.

Zusätzliche Prozente herauskitzeln

„Mit den ersten 12 bis 15 Minuten bin ich zufrieden, aber danach sind wir körperlich erdrückt worden. Wir spielten naiv und fanden kein Mittel, den Gegner zu stoppen. Zudem wurde die Müdigkeit immer deutlicher“, so der SønderjyskE-Trainer, der bei den zahlreichen Ausfällen kaum Wechselmöglichkeiten hatte.

„Wir müssen in vielen Belangen zusätzliche Prozente herauskitzeln. Ich weiß, dass wir gegen Weltklassehandballerinnen spielen, aber das wird beim nächsten Spiel auch der Fall sein. Da muss mehr kommen“, meint Peter Nielsen.

Melissa Petrén (9/3), Karine Dahlum (4), Olivia Simonsen (4), Sidsel Mattesen (3), Ida-Marie Dahl (2), Lea Hansen (2), Nicoline Olsen (1), und Josefine Dragenberg (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.