Handball

SønderjyskE will beste Saison der Vereinsgeschichte toppen

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Peter Nielsen hofft, dass die Möglichkeit noch einmal auftaucht, auf europäischer Bühne zu spielen.

Platz drei beim Pokal-Final-Four und Rang sechs in der Liga lösten bei SønderjyskE Stolz aus, dennoch hofft Trainer Peter Nielsen auf eine Steigerung in der bevorstehenden Saison. Er spürt aber eine gewisse Unsicherheit.

„Wir wollen besser sein als in der vergangenen Saison“, sagt Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“. Der SønderjyskE-Sportchef und Cheftrainer in Personalunion zögert keine Sekunde, wenn er die Marschroute für die kommende Saison angeben soll, die am Sonnabend ab 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen Nykøbing Falster HK beginnt.

Die Fortschritte sollen aber nicht nur an Ergebnissen gemessen werden, wo die vergangene Saison mit einem dritten Platz beim Pokal-Final-Four und einem sechsten Rang in der Endabrechnung der Liga nur schwer zu toppen sein dürfte.

Mannschaft auf den ersten Blick schwächer

„Wir wollen gerne wieder zum Final Four. Das wird schwer. Wir wollen auch gerne wieder zur Top 8 in der Liga gehören, das wird schwerer als es in der Vorsaison war. Wir wollen uns aber verbessern, auch wenn wir mit einer gewissen Unsicherheit in die neue Saison gehen, wo wir mit der neuen Mannschaft stehen“, meint Peter Nielsen.

Es gibt viele offene Fragen, und die Mannschaft sieht auf den ersten Blick schwächer aus als in der Vorsaison.

Torschützenkönigin Melissa Petrén wollte in die Heimat zurück, und das war auch bei Torhüterin Sofie Börjesson der Fall. Mit der schwedischen Nationaltorhüterin vom Ligarivalen Nykøbing Falster schien ein großer Fang gelungen, doch die Schwedin bekam kalte Füße und drängte auf eine Vertragsauflösung.

SønderjyskE Kvindehåndbold 2025/26

Zugänge: Emma Laursen (Ringkøbing), Sofia Stenholt (Ystads IF), Emilie Clemmensen (Horsens HK), Sherin Obaidli (IFK Skövde), Julie Stokkendal Poulsen (Oppsal Håndball), Sarah Ernebjerg (Skanderborg), Sidsel Mattesen (eigene Jugend), Virag Fazekas (eigene Jugend).

Abgänge: Melissa Petrén (IF Hallby), Stine Broløs (Viborg HK), Josefine Dragenberg (Toulon Metropole), Ida Lagerbon (TMS Ringsted), Nora Persson (Horsens HK), Sara Ibranovic (Roskilde), Nicoline Olsen (Karriereende), Sofie Börjesson (Boden Handboll).

„Die Mannschaft ist auf vielen Positionen verändert worden, wieder einmal. Wir müssen schnell eine gewisse Stabilität finden, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir noch nicht dort, wo wir sein müssen, aber mit den vielen neuen und jungen Spielerinnen sehe ich das Potenzial, dass wir besser werden können als in der Vorsaison, aber dorthin müssen wir erst kommen“, so der Trainer und Sportchef, der einige große Persönlichkeiten ersetzen musste.

„Melissa Petrén hat perfekt zu uns gepasst. Sie hat das Niveau bei uns anheben können. Eine solche Spielerin können wir nicht eins zu eins ersetzen, eher eins zu vier. Andere Spielerinnen müssen hier einspringen und die Rolle gemeinsam übernehmen“, sagt Peter Nielsen, der wieder auf Line Uno und Pernille Johannsen zurückgreifen kann. Beide sind nach Babypause wieder zurück.

Hinzu kommen im Laufe der Saison auch Filippa Nyman, Louise Ellebæk und Sarah Paulsen, die in der vergangenen Saison monatelang fehlten. Sarah Paulsen wird zum Saisonauftakt noch fehlen, aber in den kommenden Wochen wieder einsatzbereit sein.

Ex-Nationalspielerin Line Uno kehrt nach Babypause wieder zurück.

Der SønderjyskE-Trainer hofft auf weniger Ausfälle in der bevorstehenden Saison, damit seine Mannschaft wieder in der oberen Tabellenhälfte mitspielen und an den Europapokal-Plätzen schnuppern kann.

Finanzielles Risiko zu groß

Die Hellblauen bekamen einen Europapokal-Platz angeboten, doch die Vereinsführung lehnte im Juni ab. Das finanzielle Risiko sei nach dem existenzbedrohenden Minus des vergangenen Haushaltsjahres zu groß. Daran hatte der Trainer und Sportchef lange zu knabbern.

„Wir haben als Klub eine turbulente Zeit hinter uns. Das Schiff hat Wasser aufgenommen. Die Segel waren gebunden, sind jetzt aber wieder gesetzt, und das Schiff bewegt sich wieder nach vorn. Wir sind hoffentlich so gut, dass solch eine Möglichkeit wieder auftaucht. Ich hoffe nicht, dass wir eine Möglichkeit verpasst haben, die nie wieder auftaucht“, sagt Peter Nielsen.