Handball

SønderjyskE-Handballerinnen verschieben Grenzen

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Josefine Dragenberg machte ein starkes Spiel und freute sich über den ersten Sieg in der Endrunde.

Neu definieren, was möglich ist. Danach streben die SønderjyskE-Handballerinnen seit dem Liga-Aufstieg vor drei Jahren. Mit dem ersten Sieg gegen den ehemaligen Champions-League-Sieger Viborg HK ist der nächste Angstgegner geknackt worden.

Die ohnehin kleinen Halbfinalchancen sind mit klaren Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen der Meisterschafts-Endrunde noch kleiner geworden, dennoch war die Freude nach dem ersten Endrundensieg bei den SønderjyskE-Handballerinnen riesengroß.

„Wir haben mit einem stark dezimierten Kader eine harte Phase durchmachen müssen und versuchen händeringend Freude reinzubringen. Freude über die starke Saison, die wir gespielt haben. Jetzt gehen wir nicht mit sieben Niederlagen in Folge in den Sommerurlaub, sondern haben einen Gegner geschlagen, den wir seit dem Wiederaufstieg nicht schlagen konnten“, sagt ein strahlender Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Vor keinem Gegner Angst haben

Im Duell der beiden bislang noch punktlosen Mannschaften der Endrunden-Gruppe 2 konnten sich die SønderjyskE-Handballerinnen gegen Viborg HK mit 34:31 durchsetzen.

„Wir versuchen ständig, Grenzen zu verschieben. Viborg ist seit unserem Wiederaufstieg in die Liga wirklich ein Angstgegner gewesen, aber jetzt nicht mehr. Jetzt gehen wir mit dem Glauben, dass wir Viborg schlagen können, in die nächste Saison. Das ist das, wonach wir streben, dass wir vor keinem Gegner Angst haben“, so der Trainer und Sportchef.

Die Hellblauen lagen nach 18 Minuten mit 8:4 vorn, gerieten aber nach einer 12:11-Pausenführung in der zweiten Halbzeit in Rückstand. Die Entscheidung fiel in der Schlussphase, als SønderjyskE zwischen der 51. und 54. Minute aus einem 25:26-Rückstand eine 29:26-Führung machten.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir das Sieben gegen Sechs besser gespielt haben, und gleichzeitig hat unsere 5-1-Abwehr geklappt, obwohl wir es nicht trainiert hatten“, freut sich Peter Nielsen.

Trotz Herausforderungen nicht aufgegeben

Mit den ersten beiden Punkten sind die SønderjyskE-Handballerinnen auf den dritten Tabellenplatz geklettert, hinter Team Esbjerg (8 Punkte) und Ikast Håndbold (5), aber vor Viborg HK (0).

„Wir wussten von vornherein, dass es gegen diese Gegner schwer werden würde, Punkte zu holen, und hatten mit einem dezimierten Kader unsere Herausforderungen, aber wir haben nicht aufgegeben und einfach weitergekämpft. Da ist die Freude über den ersten Endrundensieg groß“, so Josefine Dragenberg, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine starke Leistung zeigte.

Melissa Petrén (7/5), Ida-Marie Dahl (5), Olivia Simonsen (5), Josefina Dragenberg (4), Karine Dahlum (4), Lea Hansen (3), Nicoline Olsen (2), Sidsel Mattesen (2) und June Bøttger (2) erzielten die Tore für SønderjyskE.