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F-35-Kampfjets aus Skrydstrup sichern Nato-Ostflanke

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Die dänischen Streitkräfte sind in Alarmbereitschaft (Modellfoto).

Zwei F-35-Kampfjets der dänischen Luftwaffe stehen in Skrydstrup in Alarmbereitschaft. Von dort aus sichern sie die NATO-Ostflanke in Polen – als Reaktion auf wiederholte russische Luftraumverletzungen.

„Russland hat polnischen Luftraum verletzt. Das ist inakzeptabel“, sagte Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) laut einer Presseerklärung der Streitkräfte. Die dänische Reaktion soll eine abschreckende Signalwirkung haben: Ab sofort stehen zwei Kampfjets in Skrydstrup in Alarmbereitschaft.

Mit dem Stützpunkt in Nordschleswig verfügt Dänemark über einen strategisch wichtigen Schlüsselstandort, betont Generalmajor Jan Dam, Chef der dänischen Luftstreitkräfte. „Die F-35-Kampfjets sind genau das richtige Mittel, um bei Bedarf Polen sowie die baltischen Staaten zu verteidigen.“

Die Stationierung erfolgt im Rahmen der NATO-Initiative „Enhanced Vigilance Activity Eastern Sentry“, wie das Oberkommando der Streitkräfte am Freitag mitteilte.

Zusätzliche Unterstützung in der Ostsee

Generalmajor Jan Dam, Chef des dänischen Luftwaffenkommandos, bezeichnet den Fliegerhorst Skrydstrup als strategischen Schlüsselstandort.

Die Nato startete die Mission bereits 2022 als Teil ihrer verstärkten Ostflanken-Präsenz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.

Parallel zur Einsatzbereitschaft in Skrydstrup patrouilliert die Fregatte „Niels Juel“ in der Ostsee. Sie überwacht Wasser- und Luftraum und liefert Informationen zur Lage an die Nato. Die Nato bewertet den Einsatzverlauf laufend neu, während die dänischen Kampfjets unter eigener Führung bleiben.