Mobilität

Neue Ladesäulen: Hier kann das E-Auto künftig betankt werden

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Ladesäulen Davidsen
Zwei neue Schnellladesäulen stehen nun bei Davidsen in Woyens. Weitere sollen an anderen Filialen folgen.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Kommune schreitet voran. Der Baustoffhändler Davidsen ist eine neue Kooperation mit dem Energieversorger Eon eingegangen – und auch an der Autobahn entstehen neue Lademöglichkeiten für E-Autos. Das ist auch nötig, denn die Zahl der neu zugelassenen Stromer steigt.

Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in der Kommune Hadersleben wird weiter ausgebaut. Das Familienunternehmen „Davidsen“ mit Hauptsitz in Woyens hat an mehreren seiner Baustoffhandel-Filialen neue Schnellladestationen in Betrieb genommen – neben Woyens auch in Aalborg, Svendborg und Vejle. Ebenfalls an den Autobahnrastplätzen Ustrup Øst und Ustrup Vest tut sich etwas. Hier werden zum neuen Jahr jeweils 16 Schnelllader verfügbar sein.

Immer mehr E-Autos auf den Straßen

Wie nötig der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist, zeigen allein die Zulassungen neuer E-Autos in der Kommune Hadersleben (Haderslev). Demnach wurden laut Danmarks Statistik im Zeitraum Januar bis Ende Juli 2025 922 Fahrzeuge privat oder gewerblich neu zugelassen, davon waren 692 Elektro-Fahrzeuge und lediglich 210 mit Diesel oder Benzin betriebene.

In der Kommune sind Stand Juli 2025 insgesamt 4.210 elektrisch betriebene Pkws, Kastenwagen, Busse oder Lkws registriert.

Dem gegenüber standen laut Branchenportal „Mobility Danmark“ zum 31. Dezember 2024 306 Ladepunkte, von denen 54 Schnellladesäulen sind. Damit kommt eine öffentlich zugängliche Ladesäule auf elf Fahrzeuge. Da auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur voranschreitet, ändern sich diese Zahlen stetig.

Ladesäulen für Firmen- und Unternehmensflotten

Bei der Woyenser Davidsen-Filiale im Fabrikvej haben sich die Verantwortlichen mit der Firma Eon zusammengetan, um an verschiedenen Filialen der Haderslebener Kette in diesem und dem kommenden Jahr Schnellladestationen aufzustellen.

Die Baustoffhandelskette, die 1944 ihr erstes Geschäft in Nordschleswig eröffnete, spielt für Eon dabei eine wichtige Rolle, um landesweit Ladesäulen für den professionellen Sektor anzubieten. Laut Pressemitteilung würden immer mehr Elektroautos Teil von Firmen- und Unternehmensflotten sein, die täglich im Einsatz sind.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, das Aufladen so einfach und zugänglich wie möglich zu machen – direkt da, wo die Kundinnen und Kunden arbeiten und handeln“, so Lasse Rosholm, Abteilungschef für Partnerships bei Eon.

Steigende Nachfrage für das Laden beim Einkaufen

Eon betreibt die Ladesäulen.
Eon betreibt die Ladesäulen.

Der Standort in Woyens ist dabei für Eon und Davidsen auch strategisch günstig, denn er liegt nur rund 10 Kilometer von der Autobahn entfernt. Dies mache es einfach und effektiv für Handwerkerinnen, Monteure und andere professionelle Verbraucherinnen und Verbraucher, im Laufe des Arbeitstages ihr Fahrzeug zu laden. Die Nachfrage steige, heißt es. Eine App oder ein Abonnement sind zum Laden an den neuen 200kW-Säulen nicht notwendig. Zum Start gibt es in Woyens bis zum 30. September einen Rabatt.

Zwei Ladeparks an der E45 geplant

Auch die Verkehrsbehörde (Vejdirektoratet) baut in der Kommune weitere Schnellladeparks. Im kommenden Jahr sollen die Rastplätze Ustrup Øst und Ustrup Vest an der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Hadersleben Süd und Woyens mit modernen Lademöglichkeiten ausgestattet werden. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Insgesamt 16 überdachte Schnellladesäulen sollen auf jedem der beiden Rastplätze entstehen. Jeder Lader bietet zwei Ladeplätze, die bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung bieten. Zudem werden zwei der Ladeplätze für extra lange Fahrzeuge mit Wohnwagen oder Anhänger angelegt.

Alle Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos sollen hier künftig aufladen können, egal ob sie ein Abo haben oder nicht.

Es handele sich um beliebte Rastplätze, und mit steigendem E-Auto-Verkehr sei es wichtig, mit der Entwicklung schrittzuhalten und zu sichern, dass die notwendige Ladestruktur vorhanden ist, sagt Projektleiter Jonas Johnsen von der Verkehrsbehörde. Damit wolle man den vielen Pendlerinnen und Pendlern sowie Urlaubenden von und nach Deutschland entgegenkommen.