Verkehrssicherheit

Kleine Bahnübergänge unter Druck: Apenrade und Sonderburg leiten sofortige Prüfung ein

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Bürgermeister Jan Riber Jakobsen will im Fall der Bahnübergänge nicht auf langwierige Untersuchungen warten. (Archivfoto).

Unbeschrankte Bahnübergänge: Zwei tödliche Unfälle mit Zügen binnen weniger Wochen stellen die Kommune Apenrade vor Fragen. Jan Riber Jakobsen kündigt an, dass alle betroffenen Stellen nun sofort überprüft werden.

Nach dem zweiten Zugunglück innerhalb weniger Wochen an unbeschrankten Bahnübergängen in der Kommune Apenrade kündigt Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Konservative) schnelle Maßnahmen an. „Die tragischen Unfälle bei Bjerndrup machen sofortiges Handeln notwendig“, schrieb er am Sonntagmorgen auf Facebook.

Jakobsen erklärte, dass man normalerweise auf die Untersuchung der Havarikommission warte. Doch zwei schwere Unglücke an Übergängen ohne Schranken in wenigen Wochen zeigten, dass jetzt sofort gehandelt werden müsse.

Jan Riber offen für Sofortmaßnahmen

Die Kommune Apenrade lasse deshalb alle fünf Bahnübergänge ohne Schranken in der Umgebung überprüfen. Ziel ist es, schnell mögliche Verbesserungen zu finden. „Wenn nötig, bin ich bereit, Übergänge zu schließen oder andere Maßnahmen umzusetzen“, so der Bürgermeister.

Am Freitag stieß ein InterCity bei Behrendorf (Bjerndrup) mit einem Gülletransporter zusammen und entgleiste. Eine 60-jährige Frau kam ums Leben, insgesamt wurden fünf Menschen schwer verletzt – darunter der Lokführer und der Fahrer des Transporters, die in kritischem Zustand sind.

Bereits Anfang Juli kam ein 24-jähriger Autofahrer an einem Bahnübergang nahe Klipleff (Kliplev) ums Leben. Dort war kurz vor dem Unfall die Warnglocke gestohlen worden. Ob das fehlende Signal zum Unglück beitrug, ist noch unklar.

Sonderburg schließt sich an

Auch in der Nachbarkommune Sonderburg (Sønderborg) sollen Bahnübergänge erneut überprüft werden. Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) sagte laut der Nachrichtenagentur „Ritzau“, man werde ebenfalls eine Anstrengung unternehmen, um die Sicherung der Übergänge zu beschleunigen. „Und wir hoffen, dass dies in Zusammenarbeit mit Apenrade geschieht. Wir müssen das gemeinsam angehen.“

Die Untersuchungen sollen am Montag beginnen.

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Hinweis: Der Artikel wurde am Sonntagmittag um den Passus mit Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen ergänzt.