Umwelt und Natur

Wetter im November: Ein Auf und Ab fürs Thermometer

Veröffentlicht Geändert
Seit den 60-er Jahren nimmt der Hobby-Meteorologe Kurt Koch aus Hadersleben das Wetter in der Domstadt unter die Lupe (Archivbild).

Wintermantel oder Übergangsjacke? Der November verlangte den Menschen in Hadersleben wettertechnisch einiges ab. Zwischen minus fünf und plus 14 Grad schwankten die Temperaturen – Kurt Koch kennt die Wetterdaten des Novembers.

Wie hat sich der November wettertechnisch in Hadersleben entwickelt? Kurt Koch, Hobbymeteorologe aus Hadersleben, hat das Wetter wie immer genau im Blick und die Wetterdaten notiert. Die Temperaturen, so kann Kurt Koch erkennen, zeigen eine große Bandbreite.

Anfang des Monats, am 5., 6. und 13. November, stieg das Thermometer auf 14 Grad. Die wärmste Nacht mit 11 Grad verzeichnete Kurt Koch am 4. November. Dann kam ein Kälteeinbruch, sodass es am 21. November mit minus 5 Grad am kältesten war. Sieben Frosttage – also Tage, an denen das Thermometer im Zeitraum von 24 Stunden unter den Gefrierpunkt fiel – hat Kurt Koch gezählt, der auch an einigen Tagen Eis auf dem Haderslebener Damm beobachten konnte. Alles in allem lag die Durchschnittstemperatur in Hadersleben im November bei 5,9 Grad, was leicht über dem Durchschnitt von 5,4 Grad liegt.

Zum Niederschlag: Kurt Koch hat 71 Millimeter pro Quadratmeter gemessen, der Durchschnitt liegt bei 91 Millimetern. Vor allem am 24. November fiel ordentlich etwas vom Himmel, nämlich 32 Millimeter pro Quadratmeter. Insgesamt regnete es an 18 Tagen. Regen, Schnee und Schneeregen waren die Formen, in denen das Nass vom Himmel fiel.

Die Sonne schien 74 Stunden; im Durchschnitt sind es 66, also ein leichtes Plus. Immerhin 19 Tage mit Sonnenschein konnte Kurt Koch protokollieren, vier davon waren wolkenlos. Der Wind wehte vor allem aus westlichen Richtungen.

Kurt Kochs Blick auf den gesamten Herbst 2025

Mit Abschluss des Novembers konnte Koch unter den gesamten meteorologischen Herbst einen Strich setzen. Der Herbst zeigte sich mit 10,8 Grad milder als im Durchschnitt (9,9 Grad). Mit 310 zu 298 Millimetern pro Quadratmeter war der Herbst nur etwas nasser als normal. Die Zahl der Sonnenstunden lag mit 373 zu 333 deutlich höher als normal. Am meisten schien die Sonne im September. 

So berechnet Kurt Koch das Wetter in Hadersleben

Kurt Koch ist ein Hobby-Meteorologe aus Hadersleben, der seit 1969 das Wetter in der Domstadt misst. Im Unterschied zum dänischen Wetterdienst DMI, der die Durchschnittswerte auf der Grundlage von 30 Jahren errechnet, hat Kurt Koch in seinem ersten Messzeitraum die Daten für die Periode von 1969 bis 1999 erhoben und somit das DMI-Prinzip befolgt. Seine jüngsten Wetterstatistiken beziehen sich hingegen auf den Zeitraum von 1990 bis 2024 und basieren auf den daraus errechneten Durchschnittswerten.