Mensch & Natur

Sternschnuppen kommen, doch der Mond scheint helle

Veröffentlicht Geändert
Ein Blick in den Nachthimmel lohnt sich demnächst wieder (Symbolbild).

Was passiert, wenn die Erde die Dreckfahne eines Kometen kreuzt? Ein leuchtender Sternschnuppenregen entsteht. Der Höhepunkt fällt aber in eine besonders helle Mondphase.

Sternschnuppen machen Wünsche wahr, wenn dieser nicht ausgesprochen wird – so zumindest seit alters her der Glaube. Auch wenn diese Behauptung keinesfalls wissenschaftlich abgesichert ist – so einen Wunsch beim Anblick einer Sternschnuppe mal gedanklich zu äußern, kann Freude bereiten.

Zu diesem Thema nun, ganz aktuell, eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Demnächst taucht Mutter Erde wieder in den Perseiden-Strom, bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde können Sternschnuppenbegeisterte dann beobachten. Die schlechte Nachricht: In diesem Jahr wird der Mond womöglich zu viel Licht auf die Szenerie werfen. Menschen mit langer Wunschliste müssen sich dann wohl etwas zurücknehmen.

Blick ab 22 Uhr nach Nordost

Zu den schnöden Fakten: Im Juli und August eines jeden Jahres kreuzt die Erde einen Schmutzstreifen aus Staub und Dreck, den der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterlassen hat. Der Höhepunkt der Sternschnuppenshow wird in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 12. und 13. August, erreicht. Doch weil erst am Sonnabend, 9. August, der Mond zur Gänze leuchtet, wird dieser auch ein paar Tage später den Nachthimmel aufhellen.

Sollte der Nachthimmel nicht bedeckt sein, blicken Sternschnuppenschauende, Mond hin, Mond her, etwa ab 22 Uhr nach Nordost. Dort befindet sich der sogenannte Radiant, der Himmelspunkt, aus dem die Perseiden scheinbar herausströmen; er liegt im Sternbild Perseus, daher auch der Name Perseiden. Dieser Punkt steigt nach 22 Uhr über den Horizont.

Aber auch nach dem Höhepunkt werden Sternschnuppen über den Nachthimmel ziehen, dabei wird der Mond weiter abnehmen und die Nacht weniger aufhellen. So besteht auch nach Mittwoch, 13. August, die Chance, den einen oder anderen Wunsch zu äußern – oder den Gedanken nachzuhängen, die sich beim Blick aufs Universum manchmal einstellen.


Verwendete Quellen: ndr.de, shz.de, ARD Alpha, ntv