Tønder Festival

Dank „Nordschleswiger“-Gewinnspiel: Festival-Debüt mit 86 und 81 Jahren

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Mia und Günther Bonnichsen aus Bau sind die glücklichen Gewinner der Festival-Karten.

Mia und Günther Bonnichsen lieben Musik und sind bei vielen Konzerten gewesen. Wie sie jetzt ihr erstes Tønder Festival erlebten.

Sie lieben Jazzmusik, haben Papa Bue und die Kansas City Stompers live erlebt und auch schon die Neanders Jazzband in den Straßen von Tondern gehört. Doch beim Tønder Festival waren Mia und Günther Bonnichsen noch nie. Bis jetzt, denn das Ehepaar aus Bau (Bov) hat beim „Nordschleswiger“-Gewinnspiel die Viertageskarten gewonnen und mit 86 und 81 Jahren sein Festival-Debüt gefeiert.

„Das war eine schöne Überraschung“, erzählt Mia Bonnichsen bei einem Kaffee im Outlaw-Village auf dem Festivalplatz. „Ich mache immer beim Gänsepreisrätsel des ,Nordschleswigers' mit, aber wir haben noch nie gewonnen.“

Vorbereitet zum Festival

Mia hat sich auf den ersten Besuch beim Tønder Festival gut vorbereitet und sich im Programm über die verschiedenen Konzerte informiert. „Die sollen ganz gut sein“, sagt sie und unterstreicht ein weiteres Konzert im Line-up. Die Festival-Tage sind von vormittags bis spätabends durchgetaktet.

„Nach so einem Tag ist man ziemlich müde“, sagt Günther Bonnichsen. „Das Gute hier ist, dass man bei einem Konzert hineinhören kann, und wenn es nichts für einen ist, dann geht man weiter zu einem anderen Konzert.“

Der Musikgeschmack ist breit, aber ganz oben auf der Hitliste steht bei den Bonnichsens die Jazzmusik. Bereits seit seiner Jugend geht Günther zu Jazzkonzerten, versuchte sogar selbst eine Jazzband zu gründen. „Doch daraus wurde nichts“, lacht er.

Schnack auf dem Festivalplatz

Nur Heavy Metal interessiert das Ehepaar aus Bau nicht, aber für alles andere sind sie offen. Auch für die zwischenmenschlichen Begegnungen mit anderen Besucherinnen und Besuchern auf dem Festivalplatz. Fast schon wie routinierte Festivalgäste.

„Es ist unglaublich, was sie hier alles auf die Beine gestellt haben“, lobt Mia die Atmosphäre auf dem Platz.

Aktives Minderheitenleben

Zu Hause in Bau nehmen sie aktiv teil am Minderheitenleben im örtlichen Sozialdienst, im Wanderklub, machen Veranstaltungen und Ausflüge mit, spielen Karten, mischen sich aber auch unter die Mehrheitsbevölkerung. Zum Beispiel beim Krolfspielen. Langweilig wird es nie.

„Hast du noch weitere Tipps?“, fragt Mia und macht weitere Striche im Programmheft. Die gewonnenen Festival-Karten werden ausgereizt.

Für alle anderen, die in diesem Jahr nicht gewonnen haben, gibt es 2026 wieder die Chance, am Gewinnspiel teilzunehmen.