Vor 100 und vor 50 Jahren

Chronik Dezember 2024

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Ein Brief vor hundert Jahren, vom August 1924 - aus Mannheim verschickt an den Direktor des deutschen Realgymnasiums im damaligen Tiflis, Georgien, der seit 1921, als Georgien von der Roten Armee überfallen worden war, um die Selbständigkeit seiner Schule kämpfte. Am 12. Dezember 1924 wird darüber berichtet.

Die Schlagzeilen von diesem Dezember sind ganz anders als noch vor 100 und vor 50 Jahren. Jürgen Ostwald hat im Archiv die Zeitungen durchforstet und nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Mittwoch, 3. Dezember 1924

Eigentümliches Patent

Das leuchtende Strumpfband wird demnächst die große Mode der Damenwelt sein. Denn soeben hat auf die Erfindung ein deutsches Reichspatent gegeben worden. Wie man sagt , interessieren sich die Strumpfbandfabriken bereits lebhaft dafür.

Die komplizierte und kulturell reichhaltige Geschichte des Strumpfbandes, die im frühen 16. Jahrhundert begann, auszubreiten, fehlt uns hier der Platz. Interessierte Leser und besonders Leserinnen mögen sich nach Augsburg in das Staatliche Textil- und Industriemuseum begeben, das vor einiger Zeit den gesamten Bestand des Deutschen Strumpfmuseums mit ca. 25.000 Exponaten übernommen hat. Ob sich unter den Artefakten auch das oben erwähnte leuchtende Strumpfband findet ist dem Schreiber dieser Zeilen nicht bekannt. Wir wissen ja nicht einmal, ob es in die Produktion gegangen ist - denn davon war oben nicht die Rede, nur von der Zulassung des Münchner Patentamts.

Donnerstag, 4. Dezember 1924

Der Nobel-Friedenspreis wird nicht verteilt

Das Nobelkomitee hat beschlossen, den Friedenspreis für 1924 nicht zu verteilen, sondern den Betrag bis nächstes Jahr zurückzulegen.

Auch bereits 1923 war vom Nobelkomitee des norwegischen Parlaments, das den Friedenspreis damals wie heute verleiht, kein Würdiger auserkoren worden. 1922 war der Preis dem Ozeanografen und Polarforscher Fridtjof Nansen (1861-1930) wegen seiner humanitären Leistungen im und nach dem Ersten Weltkrieg (z. B. „Nansen-Pass“ für staatenlose Flüchtlinge) zugesprochen worden.

Freitag, 5. Dezember 1924

Das statistische Amt errechnet für Dänemark eine Einwohnerzahl von 3.381.000, das heißt eine Vermehrung von um 29.000 seit dem Vorjahre.

Hundert Jahre später, am 1. Januar 2024, betrug die Einwohnerzahl Dänemarks 5.902.970.

Sonnabend, 6. Dezember 1924

Vor Weihnachten inserierten zahlreiche Geschäfte in unserer Zeitung. Hier der Herrenausstatter Hans Jürgensen:

Dienstag, 9. Dezember 1924

Die deutsche Reichstagswahl: Der neue Reichstag

Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen -die Aufstellung hat sich wegen der gleichzeitigen Landtagswahl verspätet - lässt sich bereits übersehen, dass der Nue Reichstag etwa 25 Abgeordnete mehr haben wird als der vorige. Eien Schjätzung , bei der die auf die Reichsliste entfallenden Mandate einkalkuliert sind, ergibt das folgende Bild, wobei die in Klammern gesetzte Zahl die bisherige Stärke der Fraktion bedeutet:

Sozialdemokraten 135 (99)

Deutschnationale, einschließlich Landbund (120 (106)

Zentrum 72 (65)

Deutsche Volkspartei 54 (45)

Kommunisten 35 (62)

Demokraten 32 (28)

Bayerische Volkspartei 20 (16)

Witschaftspartei 18 (15)

Nationalsozialisten 10 (32)

Deutschsozialisten 3 (4) insgesamt also 499 Sitze gegenüber 472 im alten Reichstage.

Die Wahlen vom 7. Dezember – die zweiten Reichstagswahlen im Jahr 1924 - brachten den gemäßigten Parteien einen spürbaren Aufschwung. Die KPD und die NSDAP verbuchten beträchtliche Verluste. Die Deutschnationalen gewannen zwar hinzu, aber die SPD gewann erheblich mehr. Die hier abgedruckten Zahlen entsprechen nicht ganz dem späteren amtlichen Endergebnis.

Donnerstag, 11. Dezember 1924

Im „Kosmorama“ wird ab heute wieder ein beliebter Harold-Lloyd-Film „Großmutters Junge“ vorgeführt. „“Berlingske Tidende“ schreibt über den Film: „Man amüsiert sich königlich über „Großmutters Jungen“, der ein fürchterlicher Angsthase ist, zuletzt jedoch, trotz aller Furcht. Einen Mörder fängt, den eine ganze Stadt gejagt hat. „København“ schreibt: „Der Film ist mit einer Unzahl putziger und barocker Situationen gefüllt. Der Film erzielt den verdienten Erfolg.“

Freitag, 12. Dezember 1924

Russische Willkür gegen Deutsche in Tiflis

Die Russen scheinen durch den Aufstand in Georgien reichlich nervös geworden zu sein. Anfang Oktober wurde der reichsdeutsche Direktor des deutschen Technikums (Realgymnasium) in Tiflis Jaeckel verhaftet und kurze Zeit darauf eine weitere reichsdeutsche Lehrkraft dieser Schule. Bei anderen Lehrern fanden nächtliche Haussuchungen statt, ihre Papiere wurden beschlagnahmt und „Stadt-Arrest“ über sie verhängt, d. h. Sie durften die Bannmeile der Stadt nicht verlassen. Zu gleicher Zeit wurde ein neuer „Direktor“ der Schule eingesetzt, ein Balte, „Genosse Mickwitz“, ein Neffe des bekannten baltischen Dichters, der es als notwendig erklärte, in der Schule vermehrte politische Aufklärung zu treiben, und zunächst die Aufnahme neuer Schüler in die Schule „reformierte“: Die weitere Aufnahme von Kindern deutscher „Bougeois“ wurde abgelehnt, auch die Kinder der bisherigen besten Förderer und Unterstützer der deutschen Schule durften nicht mehr in die Schule und den Kindergarten, nur Proletarier-Kinder sollten aufgenommen werden …

Nachdem Georgien nach dem Ersten Weltkrieg die nationale Unabhängigkeit proklamiert hatte, wurde das Deutsche Realgymnasium am 15. Oktober 1918 mit dreizehn Schülern in zwei Klassen eröffnet. Das Deutsche Reich hatte damals die Georgische Demokratische Republik anerkannt und das deutsche Schulwesen mit der Abordnung von Lehrkräften unterstützt. Das deutsche allgemeine Schulwesen in Georgien konnte aber damals bereits auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken. Im Februar 1921 überfiel die Rote Armee Georgien und es begann ein Leidensprozess, der bis heute andauert. Das Realgymnasium musste 1925 schließen. In der Stalinzeit wurde die gesamte deutsche Volksgruppe von über 50.000 Mitgliedern verschleppt und ermordet. Kaum jemand kehrte zurück. Im heutigen Tblisi hat sich das Gebäude des alten Realgymnasiums erhalten. Und es gibt auch wieder eine „Deutsche Internationale Schule“ in Tbilisi, eine deutsche Auslandsschule mit 200 Kindern und Jugendlichen und einem angeschlossenen Kindergarten.

Sonnabend, 13. Dezember 1924

Die Postbeförderung in der Weihnachtszeit

Die Postbehörde gibt in der heutigen Anzeige bekannt, wann die Postsachen für die Weihnachtszeit einzuliefern sind, um rechtzeitig befördert zu werden. Pakete sind spätestens am 21. Dezember anzuliefern, Briefe nach auswärts am 22. Dezember und Ortsbriefe am 23. Dezember. (…) In der Postvertrilung finden im stadtbezirk Veränderungen statt, wie aus Anschlägen im Postgebäude zu ersehen ist. In den Landbezirken wird die Post am 21., 24. und 25., jedoch nicht am 26. dezember ausgetragen. Am Sonntag, dem 21. Dezember, ist das Postamt von 12 bis 6 Uhr geöffnet, am 24. Dezember bis 2 Uhr nachmittags, am 25. von 9 bis 10 Uhr vormittags. Am 26. Dezember sind die Postämter geschlossen.

Montag, 15. Dezember 1924

Auslandsdeutschtum und Auslandskunde im Rundfunk

Das deutsche Ausland-Institut hat durch Verabredung mit der Süddeutschen Rundfunk A.-G. Nun auch den Rundfunk in den Dienst des Auslandsdeutschtums und Auslandskunde gestellt. Vorträge auslandskundlicher Art werden jeden Dienstag, abends von 7.30 Uhr bis 8 Uhr, durch den Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart auf der Welle 443 verfunkt, dazu kommen die neuesten Nachrichten aus allen Siedlungsgebieten des Auslandsdeutschtums. Da der Stuttgarter Sender von Skandinavien bis Sizilien und von der Pyrenäenhalbinsel bis nach Russland hineingehört wird, so erfasst der Aufklärungsdienst nahezu sämtliche deutschsprachigen Gebiete Europas. Die Stuttgarter Originalvorträge und das Nachrichtenmaterial sollen regelmäßig an sämtliche deutsche Rundfunkgesellschaften weitergeleitet werden.

Mittwoch, 17. Dezember 1924

Die Schöpferin der „Berliner Range“, die Romanschriftstellerin Ernst Georgy, mit ihrem bürgerlichen Namen Margarethe Michaelson, ist im Alter von 52 Jahren in Berlin gestorben. „Ernst Georgy“ war vor etwa zwei Jahrzehnten als Verfasserin ihrer lustigen Erzählung, wie der „Berliner Range“, eine von der Jugend vielgelesene Schriftstellerin. In späteren Romanen behandelte sie soziale Fragen.

Ernst Georgy-Michaelson, die 1872 geboren wurde, hatte nicht nur mit ihrem Romanzyklus „Die Berliner Range“ (zwölf Bände) seit 1900 Erfolg. Auch ihre zahlreichen anderen Trivialromane verkauften sich gut. Sie gaben ihr auch den Stoff für zahlreiche Stummfilm-Drehbücher.

Mittwoch, 17. Dezember 1924

Tondern. An der Kieler Universität hat Hans Martin Johannsen den Doktorgrad erworben. Er war ursprünglich Volksschullehrer, hat sich dann selbst auf das Abitur vorbereitet und danach in Heidelberg, Jena und Kiel studiert. Zeitweise gehörte er der Schriftleitung der „Neuen Tondernschen Zeitung“ an und war auch in der Jugendbewegung Nordschleswigs eifrig tätig.

Hans Martin Johannsen gehörte damals als Schulleiter in Tondern und Sonderburg kurzzeitig zu den Protagonisten der deutschen Volksgruppe. 1926 wird er gemeinsam mit Karl Alnor das Buch „Grenzland Schleswig. Aufsätze führender Schleswig-Holsteiner zur Deutsch-Dänischen Frage“ in der Reihe „Quellen und Studien zur Kunde des Grenz- und Auslandsdeutschtum“ herausgeben. Herausgeber der Reihe war der VDA-Mann Hugo Grothe, der neben dem Institut für Auslandskunde und Auslandsdeutschtum auch die Deutsche Kulturpolitische Gesellschaft gegründet hatte. Nach dem Krieg gründete Grothe in Starnberg, wohin bald auch Johannsen zog, das Institut für Auslandskunde und Kulturwissenschaft als Nachfolgeorganisation.

Mittwoch, 17. Dezember 1924

Beleidigung oder nicht Beleidigung?

Die Kleine Strafkammer des Landgerichts Flensburgs (Vorsitz: Landgerichtsrat Hagemeister, Vertreter der Anklage: Staatsanwaltschaft Treptow) verhandelter Dienstag folgende Sache: Wegen Beamtenbeleidigung war der Landmann Emil Fries in Westerland (Sylt) vom dortigen Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 200 Goldmark verurteilt worden, wogegen er Berufung eingelegt hatte. Der Tatbestand ist folgender: Im März gab die Schule in Westerland ein Kinderfest, zu welchem aber der dänisch gesonnene Angeklagte seine Kinder nicht sandte. Er erhielt darauf von dem Schulleiter Konrektor Fischer eine Mahnung, worauf er diesem und der Lehrerin Frl. Hennings drei Bücher schickte: „Die friesische Bewegung“ von Cornelius Petersen, „Schleswig“, kurze geschichtliche Übersicht von H. P. Hanssen und „Vier jJhre Lüge“ von Dr. Gummel. Diesen Büchern fügte er einen Brief an den Konrektor bei, worin er unter anderen beleidigenden Sätzen darauf hinwies, dass „die Zeit vorbei sei, wo er einen Hohenzollernschen Hausorden erwarten könne“, und Frl. Hennings bot er die Bücher als „geistige Nahrung“ an. Der Angeklagte behauptet, dass ihm mit der Übersendung der Bücher und Briefe jede Beleidigung ferngelegen habe; er wollte nur, dass der Leiter der Schule die Bücher lesen sollte, damit er wegen Mangels besseren Wissens den Kindern keine falschen Ansichten beibrächte. Während der Staatsanwalt beantragt, die Berufung zu verwerfen, kommt das Gericht zu einem freisprechenden Urteil auf Kosten der Staatskasse, weil nicht erwiesden werden kann, dass der Angeklagte die Absicht hatte, den Beamten zu beleidigen.

Montag, 22. Dezember 1924

Bewährungsfrist für Hitler

Amtlich wird mitgeteilt, dass das oberste bayerische Landesgericht die Beschwerde des Staatsanwalts gegen den Beschluss des Landgerichts München, durch den Hitler und Kriebel Bewährungsfrist bewilligt worden ist, verworfen hat. Hitler und Kriebel erhalten also für den Rest ihrer Strafe Bewährungsfrist.

Erst im April 1924 war Hitler durch ein sehr mildes Urteil in München wegen des Novemberputsches 1923 zur gesetzlichen Mindeststrafe von fünf Jahren verurteilt worden, wir berichteten ausführlich.

Montag, 9. Dezember 1974

Bonn hat die meisten Laternen in der Bundesrepublik Deutschland. Mit 21.000 Leuchten liegt es an der Spitze der Straßenlaternendichte. Dafür, dass ihm in allen Winkeln der Stadt gut heimgeleuchtet wird, zahlt jeder Bonner jährlich elf Mark. Statistisch gesehen haben jeweils dreizehn Bonner eine Laterne. 396 der Straßenlaternen sind noch Gaslaternen.

Straßenbeleuchtungen gab es schon in der Antike. Und eine Straßenbeleuchtung des Weges von Apenrade bis Flensburg, die es schon vor Jahrhunderten, wenn auch nicht lange, gab, ist immer noch unerforscht. Literatur über die Geschichte der Straßenlaternen gibt es viel. Immer noch nützlich ist das bereits 1983 erstmals erschienene Werk von Wolfgang Schivelbusch: Lichtblicke. Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert“, das unsere Bibliotheken für jeden Leser in wenigen Tagen beschaffen kann.

Sonnabend, 14. Dezember 1974

Gründliche Restaurierung der Oxenwatter Kirche

Umfassende Ausbesserungs- und Erneuerungsarbeiten sind an dem romanischen Granitquaderbau der Oxenwatter Kirche angelaufen. Eingeleitet wurde Anfang November mit der Ausbesserung des Turmes, an dem sich Risse zeigten. Wie der mit der Rastaurierungsarbeit beauftragte Architekt Sv. Aage Aakjær, Rödding, mitteilte, sei dieser Teil der Restaurierungsarbeiten günstiger berlaufen, als erwartet wurde, da die Risse nicht, wie befürchtet, ganz in den Kern des Turmes hineinreichten. Im Augenblick steht die Erneuerung des Bleidaches der Kirche bevor. Danach folgt die weitrgehende Restaurierung und Umgestaltung des Kircheninneren. Diese Innenarbeiten, zu denen auch der Einbau einer neuen Orgel gehört, werden nach der ersten Januarwoche anlaufen. Die neue Orgel, die bei Marcussen & Sohn, Apenrade, in Auftrag gegeben wurde, hat sieben Stimmen. Ein Manual und Pedal. Mit dem Orgelwechsel folgt auch ein Abbau der bisherigen Pulpitur,, auf der die alte Orgel angebracht ist. Die neue Orgel wird etwa ebenerdig angebracht. (Auch) soll unter anderem der Fußboden angehoben und die Gipsdecke im Kirchenraum durch Balken und Bretterlage ersetzt werden.

Fast in Reinkultur bietet sich uns der Bau der Kirche von Oxenwatt von außen an: eine romanische Granitquaderkirche ohne viele Änderungen (vgl. Abb.). Zweierlei müssen wir uns wegdenken, um den ursprünglichen mittelalterlichen Bau vor uns zu haben: den gotischen Westturm und das westliche Fenster in der Nordwand, das irgendwann, wohl in der Reformationszeit (wie auch alle Fenster der Südseite), erheblich vergrößert wurde. So tritt uns der wohlproportionierte Bau auf seinem Sockel mit Langhaus, Chorquadrum und Apsis edel entgegen.

Sonnabend, 14. Dezember 1974

Neues Jahr beginnt erst eine Sekunde nach Mitternacht

Wer es ganz genau nehmen will, der darf erst eine Sekunde nach Mitternacht in dieser Silvesternacht auf das neue Jahr anstoßen. Nach Auskunft des Deutschen Hydrographischen Instituts vom Freitag in Hamburg wird die letzte Minute dieses Jahres statt 60 Sekunden 61 zählen, da die seit 1972 geltende Atomzeit gegenwärtig um etwa eine Sekunde im Jahr gegenüber der mittleren Sonnenzeit vorgeht.

Auf die letzte Schaltsekunde konnten wir am 1. Januar 1917 zurückblicken. Wann die nächste kommt, ist noch nicht bestimmt. Festgelegt wird die Sekunde vom Internationalen Dienst für Erdrotation und Referenzsysteme (IERS), der in Deutschland vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie in Frankfurt/Main vertreten wird.

Sonnabend, 28. Dezember 1974

Die Insel Kalö für 3,2 Mio. Kr. Gekauft

Das Milieuministerium hat die kleine und idyllische Insel Kalö in der Gjenner-Bucht für 3,2 Millionen Kronen dem bisherigen Besitzer, der „Junckers Savværk A/S“ in Köge abgekauft und unter seinen Schutz gestellt. Das teilte gestern der Sekretär des Naturschutzausschusses, Förster Chr. Blinkenbjerg, mit. Das Köger Sägewerk hatte die Insel vor etwa zehn Jahren erworben. Pläne, sich dort anzusiedeln, wurden aber von der Unternehmensleitung später wieder verworfen. Die Insel blieb vom Lärm der Zeit verschont. Das soll sie nach dem Willen der öffentlichen Umweltschützer jetzt auch für alle Zeit bleiben. Der vom neuen Besitzer auferlegte „Schutz“ bedeutet, dass dort keine neuen Gebäude errichtet werden dürfen und die bestehenden erhalten bleiben.

Die Kirche von Oxenwatt in einer Aufnahme von um 1900