Deutsche Minderheit

Goldregen für Team Nordschleswig Tischtennis

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Tim Skliarevski, Johan Kleinschmidt Salling und Daniel Aboce hatten nach dem Turnier allen Grund zum Jubeln.

Mit beeindruckender Spielstärke und viel Talent dominierten die Tischtennisspielerinnen und -spieler vom Team Nordschleswig den Kvickly Cup in Ripen. Sechs Gold- und zwei Silbermedaillen sprechen für sich.

Die deutsche Minderheit entwickelt sich langsam zur Tischtennis-Hochburg Dänemarks. Sechsmal Gold und zweimal Silber holte das Team Nordschleswig jüngst beim Kvickly Cup in Ripen (Ribe), an dem 800 Spielerinnen und Spieler aus Dänemark und dem Ausland in rund 70 Spielklassen teilnahmen. „Das ist eine unglaubliche Leistung. Wir waren einer der besten Vereine bei diesem Turnier“, sagt Christian Flader, Tischtennistrainer der Minderheit.

Viel Edelmetall für Nordschleswig

Allein Tim Skliarevski hat in allen drei Einzelklassen, in denen er angetreten ist, dreimal Gold geholt. Zweimal im Einzel und einmal im Doppel gemeinsam mit Johan Kleinschmidt Salling, der zusätzlich noch einmal Silber holte. Daniel Aboce konnte den Pokal für den 5. Platz mit nach Hause nehmen.

Auch die Mädchen des Team Nordschleswig brachten fleißig Edelmetall mit zurück ins Grenzland. So holte Eva Busch im Einzel den Goldpokal und gemeinsam mit Katrine Hammerich zusätzlich noch Silber im Doppel. Deren Schwester Louise Hammerich konnte schließlich mit einer zugelosten Doppelpartnerin aus Lübeck das sechste Gold für das Team Nordschleswig holen.

Eva Busch darf sich nach ihrem Sieg im Einzel über den großen goldenen Pokal freuen.

Beeindrucktes Trainergespann

Louise Hammerich (r.) durfte sich mit ihrer Doppelpartnerin Dhevasmitha Kishore Kumar aus Lübeck ebenfalls über Gold freuen.

Melina Krenz, FSJlerin vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig und aktuell neben Christian Flader die zweite Tischtennisfachkraft in der Minderheit, hat die zwölf Spielerinnen und Spieler ebenfalls nach Ripen begleitet. Die 19-Jährige spielt selbst seit zehn Jahren Tischtennis und hat dementsprechend viel Erfahrung in dem Sport. Was sie in Ripen vom Team Nordschleswig gesehen hat, überrascht auch sie. „Dafür, dass niemand von ihnen länger als anderthalb Jahre Tischtennis spielt und sie zum Teil erst elf Jahre alt sind, sind das sehr starke Leistungen. Normalerweise muss man erst ein paar Turniere spielen und etwas Wettkampfpraxis sammeln, um auf ein so gutes Niveau zu kommen, dass man auch mal etwas gewinnt, aber einige bekommen das hier ohne Probleme hin. Das ist beeindruckend“, sagt Krenz.

Ein Ausnahmetalent

Besonders imponiert ihr Tim Skliarevski. Der Elfjährige ist ein absolutes Ausnahmetalent. „Es ist wirklich unglaublich, wie spielintelligent er ist. Er sieht sofort, welche Schwächen sein Gegner hat und wie er sie ausnutzen kann. Er ist unfassbar gut darin, Dinge, die er im Training gelernt hat, direkt in sein Spiel zu adaptieren – und das in dem Alter und mit der wenigen Tischtenniserfahrung, die er hat“, so die FSJlerin.

Die nächsten Turniere für das Team Nordschleswig finden am 25. Januar in Viborg und Billund statt.

Tim Skliarevski ist in drei Leistungsklassen angetreten und hat dreimal Gold geholt.