Handball

Gislason beeindruckt: „Die Dänen haben eine phänomenale Mannschaft“

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Simon Pytlick

Dänemarks Handballer sind ins Halbfinale der EM eingezogen, Deutschland muss noch zittern. Für Johannes Golla war die Niederlage gegen die Dänen kein Weltuntergang.

Eine Halbzeit lang auf Augenhöhe, in der zweiten Hälfte war der vierfache Weltmeister dann doch eine Nummer zu groß für die deutsche Handball-Nationalmannschaft.

EM-Gastgeber Dänemark ist mit einem 31:26-Sieg gegen Deutschland ins Halbfinale eingezogen. Für die deutsche Auswahl kommt es am letzten Hauptrunden-Spieltag am Mittwoch gegen Frankreich zu einem echten Endspiel um den Halbfinal-Einzug.

„Die Dänen sind extrem schwer zu stoppen. Sie haben schon eine phänomenale Mannschaft. Gegen die darf man keine Phase haben, wo man drei, vier Chancen vergibt, dann ist das Spiel schon verloren. Und wir sind zu oft an Nielsen gescheitert“, sagt Bundestrainer Alfred Gislason zur „ARD“.

„Zufrieden mit der Niederlage bin ich mit Sicherheit nicht, aber ich bin stolz auf unseren Auftritt. Für uns ist das kein Weltuntergang, gegen diese Dänen zu verlieren. Das wird uns nicht umhauen“, so DHB-Kapitän Johannes Golla am „ARD“-Mikrofon.

Juri Knorr versucht, sich gegen Simon Hald durchzusetzen.

„Wir wollten lange im Spiel bleiben und Dänemark auf die Nerven gehen. Nach der doppelten Unterzahl ist uns das Spiel aus den Händen geglitten. Wenn wir auf die vergangenen Niederlagen gegen die Dänen zurückblicken, war das mit unsere beste Leistung. Wir haben zwar verloren, können aber erhobenen Hauptes rausgehen“, meint Golla.

Zwischen der 35. und 47. Minute wurde aus einem 13:13 eine dänische 23:16-Führung. Davon erholten sich die Deutschen nicht mehr. 

Wenige Worte zum Gegner fanden die Dänen nach dem Sieg gegen Deutschland, im Mittelpunkt stand vielmehr die Freude über den vorzeitigen Halbfinal-Einzug, nachdem man sich einen Ausrutscher gegen Portugal geleistet hatte.

Mathias Gidsel im Duell gegen Johannes Golla

„Der Druck war in meiner Zeit in der Nationalmannschaft nie größer. Wir haben bewiesen, dass wir nicht nur gut Handball spielen können, sondern auch mit Druck umgehen können, wenn es notwendig ist“, so Mathias Gidsel nach den Siegen gegen Frankreich, Spanien und Deutschland zu „TV2“.

„Das war ein Weckruf für uns. Es ist nie einfach, aber vielleicht ist es bei den vergangenen Endrunden ein wenig zu leicht gewesen“, meint Gidsel.