Handball

Sønderjyske HH siegt nach wilder Achterbahnfahrt

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Viktor Bergholt erzielte sechs Tore.

Tore am laufenden Band gab es, als die Handballer von Sønderjyske HH zwei ungemein wichtige Punkte im Kampf um den Endrunden-Einzug verbuchten. Ein Fünf-Tore-Vorsprung wurde verschenkt, doch in der entscheidenden Phase behielten die Hellblauen einen kühlen Kopf.

Voll auf ihre Kosten sind die 1.678 Zuschauerinnen und Zuschauer im „Skansen“ gekommen. Zwei Mannschaften, die sich mitunter weigerten zu verteidigen und viel lieber Vollgas-Handball spielen wollten, sorgten für große Unterhaltung und viel Drama beim 38:37-Sieg von Sønderjyske HH gegen einen direkten Konkurrenten im Endrundenkampf, Ribe-Esbjerg HH.

„Offensiv haben wir auf einem wahnsinnig hohen Niveau abgeliefert. Das war ein wildes Spiel mit einer hohen Frequenz an Angriffen. Wir sind nach Aalborg die Mannschaft in der Liga, die die meisten Tore erzielt. Bei einer so hohen Frequenz an Angriffen ist es klar, dass man auch viele Gegentore hinnimmt, wobei es in der zweiten Halbzeit ein wenig zu viele waren. Aber ein großes Lob an die Mannschaft, die in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf behielt“, sagt Sønderjyske-Trainer Rasmus Glad Vandbæk zum „Nordschleswiger“.

Fünf-Tore-Vorsprung verschenkt

Seine Mannschaft hätte fast einen schon sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben. Mehrmals führte Sønderjyske HH mit fünf Toren Unterschied, doch zwischen der 46. und 55. Minute wurde aus einer 32:27-Führung ein 33:34-Rückstand.

„Das ist Handball, es geht manchmal schnell. Das ist natürlich herausfordernd, wenn man einen so klaren Vorsprung hergibt, aber ich habe eigentlich nicht so viel nachgedacht. Zum Glück war unser Fokus und unsere Konzentration da, als es darauf ankam“, so Jesper Konradsson zum „Nordschleswiger“.

Jesper Konradsson erzielte die letzten beiden Sønderjyske-Tore.

Der Schwede machte mit den Toren zum 37:35 und 38:36 den Sack zu, der letzte Treffer fiel 21 Sekunden vor Schluss. Entscheidend war allerdings auch Matthias Rex, der beim Stande von 36:35 einen Siebenmeter parierte.

Wichtiger Sieg

„Großes Lob an die Mannschaft, dass sie das Spiel nach dem 34:35 noch einmal drehen konnte. Und in dieser Phase hatte Rex zwei extrem wichtige Paraden“, meint Rasmus Glad Vandbæk.

Matthias Rex hatte in der ersten Halbzeit acht Bälle abgewehrt, darunter eine starke Doppelparade. Sønderjyske kassierte dennoch 19 Gegentore bis zur Pause. Hin und her wie bei einem Tennismatch ging es in der ersten Halbzeit und auch in Teilen der zweiten – mit dem besseren Ende für Sønderjyske HH.

„Das war ein wichtiger Sieg. Wir sind jetzt im direkten Vergleich besser, drei Punkte vor Ribe-Esbjerg und nicht ein Punkt dahinter. Das bedeutet viel in einer so engen Liga, und es ist schön, mit einem Sieg ins dichtgedrängte Dezember-Programm zu gehen“, so der Sønderjyske-Trainer.

Viktor Bergholt erzielte aus sechs Versuchen sechs Tore.

Frederik Tilsted (8/3), Jesper Konradsson (7), Viktor Bergholt (6), Ebbe Stankiewicz (4), Gabriel Setterblom (4), Morten Bjørnshauge (2), Jacob Bagersted (2), Sebastian Augustinussen (2), Magnus Fredriksen (2) und Tobias Gregers Schmidt (1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.