Handball

Frust und Freude nach dramatischer Punkteteilung

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Jesper Konradsson war mit sechs Toren der erfolgreichste Werfer.

Sønderjyske HH hatte in den Schlussminuten gleich zweimal per Strafwurf die Chance, den Siegtreffer zu erzielen, musste sich aber gegen den Tabellenzweiten Mors-Thy mit einem 30:30-Unentschieden begnügen.

Gemischte Gefühle gab es nach einem dramatischen Heimspiel bei den Liga-Handballern von Sønderjyske HH. Die Hellblauen hatten nach einer Aufholjagd gegen den Tabellenzweiten Mors-Thy Håndbold den Sieg vor Augen, doch in den entscheidenden Momenten versagten die Nerven, und so sprang am Ende ein 30:30-Unentschieden heraus.

„Bei mir überwiegt der Frust über den verpassten Sieg. Es mag sein, dass ich mich über die Leistung freue, wenn ich morgen früh aufwache. Wir lagen in der zweiten Halbzeit schon mit fünf Toren hinten, aber wenn man kurz vor Schluss zwei Strafwürfe vergibt, ist es klar, dass man frustriert ist“, sagt Sønderjyske-Trainer Rasmus Glad Vandbæk zum „Nordschleswiger“.

Erster Fehlversuch kurz vor Schluss

Emil la Cour hatte bis dahin alle fünf Versuche von der Siebenmeterlinie versenkt, scheiterte aber zwei Minuten vor Schluss an Gästekeeper Svend Rughave, ebenso wie Viktor Bergholt 40 Sekunden vor Spielende. Beides beim Stande von 30:30.

„Wir haben eine starke zweite Halbzeit hingelegt“, so Vandbæk.

Lange hatte es nach einem Sieg für den Tabellenzweiten ausgesehen. Mors-Thy hatte nach einer 20:16-Halbzeitführung bis zur 44. Minute noch 25:21 geführt, doch langsam schrumpfte der Vorsprung. Sønderjyske HH drehte das Spiel und ging in der Schlussphase sogar in Führung, doch die zwei vergebenen Strafwürfe beim Stand von 30:30 wurden teuer.

Tilsted völlig von der Rolle

Mors-Thy hatte in den letzten 40 Sekunden in Unterzahl noch die Chance zum Sieg, traf aber nicht mehr.

„Rex war stark im Tor und die Abwehr stand gut. In der ersten Halbzeit haben wir bei langen Mors-Angriffen noch die Geduld verloren, aber nach der Pause haben wir die Konzentration gewahrt und bis zum Ende verteidigt“, sagt der Sønderjyske-Trainer.

An einem Tag, wo Liga-Toptorjäger Frederik Tilsted einen gebrauchten Tag erwischte und lediglich zwei seiner neun Würfe im Tor versenkte, sprangen andere in die Bresche. 

Konradsson stark

„Jesper Konradsson hat ein wahnsinnig starkes Spiel gemacht, aber auch Magnus Fredriksen hat auf einem hohen Niveau abgeliefert. Wir haben viele, die sich gut einbringen“, meint Vandbæk.

Jesper Konradsson (6), Emil la Cour (5/5), Viktor Bergholt (4), Magnus Fredriksen (4), Morten Bjørnshauge (4), Ebbe Stankiewicz (2), Gabriel Setterblom (2), Frederik Tilsted (2/1) und Jacob Bagersted (1), erzielten die Tore für Sønderjyske HH.

Bereits in der kommenden Woche kommt es zu einem Wiedersehen, wenn Mors-Thy vor eigenem Publikum das Pokal-Viertelfinale gegen Sønderjyske HH absolviert.