Handball

Die hellblaue Einheit bringt auch Aalborg ins Wanken

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Ebbe Stankiewicz traf gegen Aalborg fünfmal.

Die Handballer von Sønderjyske HH haben dem dänischen Meister alles abverlangt und bei der 34:37-Niederlage gegen Aalborg Håndbold den Eindruck verstärkt, dass in dieser Saison mit den Hellblauen zu rechnen ist.

Vier vergebene Strafwürfe wurden teuer, und am Ende fehlten diese Tore in der Endabrechnung. Die Handballer von Sønderjyske HH spielten am Sonntagabend fast 60 Minuten auf Augenhöhe mit dem dänischen Meister Aalborg Håndbold, mussten sich aber am Ende mit 34:37 geschlagen geben.

„Die Niederlage irritiert mich dermaßen. Ich finde, dass wir hätten gewinnen können. Ich muss den Jungs aber ein Riesenlob aussprechen – und dem Publikum auch“, so Thomas Mogensen, Sportmanager von Sønderjyske HH, zum „Nordschleswiger“.

Aalborg musste für den Sieg kämpfen

2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten im „Skansen“ ein begeisterndes Handballspiel gesehen, in dem sich die Hellblauen mitunter in einen Rausch spielten, aber in den entscheidenden Situationen ließ die Klasse des Champions-League-Finalisten von 2024 das Spiel zugunsten des Favoriten kippen.

Der Auftritt der Sønderjyske-Handballer verstärkte jedoch den Eindruck, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist.

„Ich habe eine hellblaue Einheit gesehen, die Aalborg an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Wir waren nah dran. Aalborg hat für den Sieg kämpfen müssen“, meint Thomas Mogensen, der den Saisonstart seiner Mannschaft als hervorragend bezeichnet.

Sønderjyske HH sieht robust aus

„In der Vergangenheit haben wir zu oft gesehen, dass wir gegen die guten Mannschaften gut waren und gegen die, die wir schlagen müssen, unsere Arbeit nicht gemacht haben. Wir haben vor dem Aalborg-Spiel immerhin zwei Siege gegen TTH und BSH eingefahren und sehen jetzt schon robust aus. Und auch tüchtig. Aber es ist klar, dass wir auch die nächsten fünf Spiele verlieren können, wenn wir zehn Prozent nachlassen“, so der Sportmanager, der den großen Kampf seiner gesamten Mannschaft gegen Aalborg lobt.

„Ich liebe die Dynamik, die wir zeigen. Alle leisten ihren Beitrag, wie Skytte, der nur sieben Minuten spielt und zwei Siebenmeter rausholt, wie Tilsted, der von Anfang bis Ende aufs Tor geht, wie Konradsson und Fredriksen, die die Lücken in der gegnerischen Abwehr suchen, wie unsere treffsicheren Außen und wie die drei Kämpfer am Kreis“, lobt Thomas Mogensen.

Nach einem 16:18-Rückstand zur Halbzeitpause schien sich beim 17:21 eine Vorentscheidung anzubahnen, doch Sønderjyske HH brachte die Halle bei der plötzlichen 26:24-Führung zum Toben. Bis zum 32:34 (57.) blieb es spannend.

Eine der besten Mannschaften der Welt

„Wir haben bis zuletzt einer der besten Mannschaften der Welt alles abverlangt. Ich ärgere mich, dass es nicht ganz gereicht hat“, so Viktor Bergholt zum „Nordschleswiger“.

Der Linksaußen freut sich aber über eine weitere gute Leistung der Sønderjyske-Mannschaft.

„Wir spielen gut und haben uns gefunden, obwohl die Saison noch jung ist. Wir blicken von Spiel zu Spiel, aber es ist klar, dass wir am Ende gerne die Endrunde erreichen wollen. Wir haben hohe Erwartungen“, sagt Viktor Bergholt.

Frederik Tilsted (8/3), Viktor Bergholt (7), Ebbe Stankiewicz (5), Jesper Konradsson (3), Morten Bjørnshauge (3), Magnus Fredriksen (3), Emil la Cour (3/1) und Jacob Bagersted (1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH, während Buster Juul (9/6), Thomas Arnoldsen (8), Juri Knorr (6) und Mads Hoxer (5) die erfolgreichsten Werfer von Aalborg Håndbold waren.