Mensch & Natur

Shelter auf dem Wasser: Das sind die Pläne für den Schliefsee

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Projektleiter Christian Bo Berg Mikkelsen, von der Naturbehörde blickt auf den Schliefsee.

Naturerlebnis: Der Schliefsee bei Hoptrup soll neue Gäste gewinnen. Geplant sind ein schwimmender Shelter mitten auf dem Wasser und ein weiterer am Ufer. Auch das historische Pumpwerk bekommt eine neue Rolle – es soll sich in einen Lernort für Natur verwandeln.

Vor gut einem Jahr berichtete „Der Nordschleswiger“ zuletzt über das Schliefseeprojekt. Im Rahmen einer landesweiten Förderinitiative von Realdania und Ny Carlsbergfondet sollen acht ländliche Orte in Dänemark architektonisch und künstlerisch aufgewertet werden – in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung.

Mit einer Fertigstellung des Vermittlungsortes am Schliefsee (Slivsø) rechnet Christian Bo Berg Mikkelsen, Projektverantwortlicher seitens der Naturbehörde, im Laufe des Jahres 2027. „Derzeit stecken wir mittendrin in der Bewilligungsphase der Anträge”, berichtet er.

Die Naturbehörde hat Fördermittel für drei Projekte erhalten, in denen Kunst und Architektur neue Naturerlebnisse schaffen sollen. Eines der drei Projekte befindet sich am Schliefsee. Dort soll das kleine Pumpenhaus auf der nordöstlichen Seite des Sees erweitert werden, um so als Naturvermittlungsort zu dienen.

Um das kleine Pumpenhaus am Schliefsee soll ein Pavillon aus Holz errichtet werden – geöffnet 365 Tage im Jahr.

Projekt soll 2027 umgesetzt sein

Das Architekturbüro Pax hatte mit einem Vorschlag den Wettbewerb für sich entschieden, der eine Holzkonstruktion um das Pumpenhaus aus Backstein vorsieht. Für den Projektverantwortlichen Christian Bo Berg Mikkelsen ist dies eine besonders gute Lösung, weil das Pumpenhaus damit unverändert bleibt. Die Holzkonstruktion könne nach vielen Jahren auch wieder abgetragen werden, sollten sich die Bedürfnisse ändern. Es ist also ein „Bauen auf Zeit“, wie es Mikkelsen beschreibt.

Shelter auf dem See

Neben der Holzkonstruktion um das kleine Pumpenhaus herum soll es auch zwei Shelter (Holzunterstände) zum Übernachten geben. Der Clou: Einer der Shelter wird auf dem See schwimmen. Für Mikkelsen ein weiterer Pluspunkt: Der Ort ist auch mit dem öffentlichen Nahverkehr und einem Spaziergang erreichbar oder auch mit dem Fahrrad – und nicht nur mit dem Auto. Busse halten in Hoptrup. Über die große Unterstützung aus dem Ort freut sich Mikkelsen ganz besonders. „Das ist sehr viel wert.”

Gedacht ist der Vermittlungs- und Erlebnisort für Einheimische und Gäste gleichermaßen, auch Schulklassen soll der Ort anziehen.