Neujahr

Erste Silvesterbilanz: Weniger Augenverletzungen und Angriffe auf die Bereitschaft

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Feuerwerk
Jedes Jahr verletzen sich Menschen beim Abbrennen von Feuerwerk.

Mehr als 400 Einsätze für die Rettungskräfte und zwei Schwerverletzte durch Feuerwerk sind die Bilanz der Neujahrsnacht in Dänemark. In Südjütland hatte die Polizei mehr zu tun als üblich.

„Das ist richtig wenig. Wir liegen normalerweise zwischen fünf und sieben schweren und das Augenlicht bedrohenden Verletzungen. Dieses Jahr haben wir nur zwei“, so Brandi. Das sei sehr gut, wenn auch für die Verletzten sehr schlimm. 

Einer der beiden schwerverletzten Männer habe in Kopenhagen gefeiert, wo eine verirrte Rakete ihn im Gesicht traf und zu Brandverletzungen und Augenschäden geführt habe. Er habe keine Schutzbrille getragen, so Brandi. Dies gelte für die meisten Verletzten an Neujahr. 

Schwere Verletzungen trotz Schutzbrille

In dem anderen Fall habe der Mann sogar eine Schutzbrille getragen. Der Mann aus Aarhus habe zum Zeitpunkt des Unglücks über eine Feuerwerksbatterie gebeugt gestanden. Laut Brandi sei kaum vorzustellen, welche Schäden der Mann ohne Brille davon getragen hätte.

Neu sei, dass mehr Frauen und Frauen unter 18 Jahren sich verletzt hätten, so Brandi gegenüber „TV2“. Von den 20 Verletzten seien acht Frauen und sechs davon Kinder und Jugendliche.

Drei Angriffe auf Einsatzkräfte

Auch die Bereitschaft zieht Bilanz der Neujahrsnacht. Dreimal seien Rettungskräfte mit Raketen und Böllern beschossen worden, während sie im Einsatz für Bürgerinnen und Bürger unterwegs waren, die 112 angerufen hatten. Das berichtet Bjarne Nigaard, Büroleiter von Danske Beredskaber. 

Ein Vorfall habe sich in Ostjütland ereignet, der andere in Westseeland.

„Das ist gefährlich für unsere Mannschaft, aber auch potenziell gefährlich für die Menschen, die in den Gebieten wohnen, weil wir die Situationen abwarten und den Einsatz pausieren müssen, bis wir weiterarbeiten können.“

ZDie Zahl der Attacken auf Rettungskräfte gehe jedoch zurück, so Nigaard. Zu Corona-Zeiten seien es bis zu 20 Angriffe mit Böllern und Raketen gewesen. Es gehe in die richtige Richtung, sagt Niigaard, der die Zahl gerne bei null sehen würde.

Mehr als 400 Einsätze für die Feuerwehren

Insgesamt rückte die Feuerwehr 403 Mal in der Neujahrsnacht aus – zu 74 Gebäudebränden, wovon 45 bewohnt waren. 

164 Brände in Containern und Abfallbehältern mussten gelöscht werden. Auch 16 Fahrzeuge gerieten in Brand und 41 Mal musste Feuer auf Naturflächen gelöscht werden. Die Brände wurden in den meisten Fällen durch Feuerwerk ausgelöst.

Bei zwei Bränden in Esbjerg und Kopenhagen sei es nötig gewesen, Menschen aus Etagenwohnungen zu evakuieren und anderweitig unterzubringen.

Es sei ein normales Silvester gewesen, in der viermal so häufig ausgerückt werden musste, wie an einem gewöhnlichen Tag.

Mehr Einsätze im Landesteil als gewöhnlich

Die Polizei von Südjütland und Nordschleswig hatte mehr zu tun als sonst. Der diensthabende Polizeichef Jan Lolk berichtet „TV2“ von einer geschäftigeren Nacht im Vergleich zu den vergangenen Silvesternächten. „Wir hatten vor Mitternacht sehr viel zu tun. Das ist sonst nicht so“, sagt er.

Neben dem Brand in Esbjerg wurden dort auch mehrere Fahrzeuge auf dem Museumsplatz durch Feuerwerk stark beschädigt, wie die Polizei auf „X“ mitteilt. In Pattburg (Padborg) brannte ein Fahrzeug in einem Carport im Pilevej aus, in Apenrade (Aabenraa) standen zwei Mülleimer in Flammen. In Sonderburg (Sønderborg) wurde im Nordvesthavnsvej ein Segelboot durch einen Brand zerstört. In der Kommune Tondern (Tønder) kam es zu zwei kleineren Bränden.

Es gibt jedoch für den Landesteil keine Meldungen über schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Dafür gab es jedoch einige Fälle von Gewalt, wie es heißt.