Mobilität

Signalsysteme der Bahn werden digital – Sperrungen in Nordschleswig nötig

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Bahnverkehr DK
Die alten störanfälligen Signalsysteme werden schrittweise durch digitale ersetzt.

Weniger Verspätungen, mehr Züge und eine geringere Fehleranfälligkeit: Das soll das neue digitale Signalsystem für den Bahnverkehr bewirken. Nach und nach werden die Bahnstrecken umgebaut – jetzt ist eine weitere Trasse in Nordschleswig dran, die von der Grenze über Tondern bis nach Ribe führt. Während der Umbauphase können allerdings keine Züge fahren.

Mehrere Bahnstrecken in Nordschleswig werden im Laufe des kommenden Monats auf das neue digitale Signalsystem umgestellt. Das teilt das Bahninfrastrukturunternehmen Banedanmark am Freitag mit.

Vom 21. März bis zum 22. April werden in Südjütland und Nordschleswig Vorbereitungen getroffen, weshalb einige Bahnstrecken zeitweise gesperrt werden müssen.

Strecke von der Grenze nach Ribe betroffen

Die Strecke von der dänisch-deutschen Grenze bei Tondern bis nach Ribe wird ab dem 21. März und bis zum 22. April wegen der notwendigen Umbauten komplett für den Zugverkehr gesperrt. Auf den Strecken Ribe-Bramming und Esbjerg-Lunderskov dauert die Sperrung vom 11. April bis zum 22. April.

Das digitale System schickt die alten Signalsysteme in Rente. Ziel ist es, dass mehr Züge stabiler und effektiver unterwegs sein können.

Mads Søndergaard Petersen, Gebietsleiter bei Banedanmark, sieht das Ziel bald erreicht. „Es ist eine riesige und komplexe Arbeit, die wir im vergangenen Jahr vorbereitet haben, und jetzt geht es in den Schlussspurt.“

Bauarbeiten an Haltepunkten und Bahnübergängen

Weichen müssen an neun Bahnhöfen und 48 Bahnübergängen getauscht werden. Danach folgt eine Testphase, bis das System am 22. April in Betrieb gehen kann. „Mit all den geplanten Maßnahmen ist es nicht möglich, dass in dem Zeitraum auch noch Züge fahren“, so Søndergaard.

Für die Zeiträume wird Schienenersatzverkehr angeboten. Auch der übrige Verkehr kann bei Bauarbeiten an Bahnübergängen betroffen sein, heißt es.

Banedanmark betont, die Sperrungszeiträume so kurz wie möglich halten zu wollen. Daher werde auch an Wochenenden gearbeitet. Søndergaard: „Wenn wir fertig sind, dann besteht kein Zweifel, dass das neue Signalsystem auf Sicht für weniger Signalfehler und Verspätungen im Zugverkehr sorgen wird.“ Dennoch geht der Gebietschef davon aus, dass es eine Periode mit „Kinderkrankheiten“ geben könne.

Die Bauarbeiten und Sperrungen in der Übersicht

  • Keine Züge fahren auf der Strecke Tondern-Ribe vom 21. März bis zum 22. April.
  • Außerdem auf den Strecken Esbjerg-Lunderskov und Bramming-Ribe vom 11. bis zum 22. April.
  • An folgenden Bahnhöfen wird ebenfalls gebaut: Scherrebek (Skærbæk), Bredebro, Tondern, Esbjerg, Bramming, Holsted, Vejen, Gredstedbro und Ribe.
  • 48 Bahnübergänge müssen baulich verändert werden.