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Was Hadersleben von Tondern lernen kann

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Bis zu 50 Millionen Kronen jährlich könnte die Kommune Hadersleben laut einer Analyse im Pflegesektor einsparen, ohne dass dies zulasten der Qualität ginge (Symbolfoto).

Hauspflege hier, Krankenhaus dort – wer führt zusammen, was zusammengehört? In der Kommune Hadersleben kostet fehlende Abstimmung in der Altenpflege Zeit, Nerven und bis zu 50 Millionen Kronen jährlich! Tondern zeigt, dass es auch anders geht.

Laut Analyse des Thinktanks Cepos könnte die Kommune Hadersleben mit den vorhandenen Mitteln mehr Pflege leisten oder Millionen sparen: allein im Bereich der Altenhilfe rund 50 Millionen Kronen jährlich. Die Kommunen Apenrade (Aabenraa) und Sonderburg (Sønderborg) zeigen ein ähnliches Potenzial.

Gleiche Mittel, mehr Wirkung

Anders sieht es in der Kommune Tondern (Tønder) aus: Die Kommune gehört laut Studie zu den effizientesten in ganz Dänemark. Sie schafft es, mehr Pflege beim Menschen ankommen zu lassen, ohne mehr auszugeben. Ihr Pflegesektor ist laut Cepos beispielhaft.

Kein Sparkurs – sondern bessere Abläufe

Wichtig ist: Die Analyse schlägt keine Kürzungen vor. Im Gegenteil. Sie zeigt, dass viele Einweisungen ins Krankenhaus vermeidbar wären, würde die Kommune früher Hilfe anbieten. Pflegebedürftige bekämen dadurch eine stabile Betreuung – die Kommune mehr Geld in die „Pflegekasse“.

Bessere Organisation statt mehr Personal

Cepos zufolge liegt das Potenzial nicht in neuen Gesetzen oder mehr Personal, sondern in der Art, wie die Kommune ihre Pflege organisiert. Das Erfolgsgeheimnis effizienter Kommunen wie Tondern lautet einfach ausgedrückt: bessere Dienstplanung und frühe Hilfe, bevor die Situation älterer Menschen eskaliert. 

Geld ist nicht alles

Im Vergleich mit der Kommune Tondern wird deutlich: Es liegt nicht am Geld. Die Analyse bezieht Faktoren wie Altersstruktur oder Pflegebedarf mit ein. Sie rechnet Hadersleben somit nicht schlechter, sondern ordnet ihre Rahmenbedingungen ein.

Was tun?

In Hadersleben könnten laut Analyse rund 50 Millionen Kronen jährlich eingespart oder besser eingesetzt werden, würden Pflegeangebote nicht isoliert nebeneinander laufen. Laut der Studie fehlt es an einer zentralen Steuerung, die Hauspflege, Pflegeheime und häusliche Krankenpflege strategisch aufeinander abstimmt. Die Folge: vermeidbare Krankenhausaufenthalte, Doppelarbeit, Lücken in der Versorgung. 

Woran Pflegeeffizienz oft scheitert

* Pflegeleistungen laufen oft nebeneinander her

In vielen Kommunen – wie in Hadersleben – sind Hauspflege, Pflegeheime und häusliche Krankenpflege organisatorisch getrennt. Ohne zentrale Steuerung entstehen Lücken und Doppelarbeit.

* Hilfe kommt oft zu spät

Die Cepos-Analyse zeigt: In ineffizient organisierten Kommunen steigt die Zahl vermeidbarer Krankenhausaufenthalte – etwa bei Stürzen, Infektionen oder Dehydrierung. Als Ursache nennt sie mangelhafte Abstimmung zwischen Diensten.

* Reaktion statt Planung

Erfolgreiche Kommunen wie Tondern setzen auf frühzeitige, koordinierte Hilfe. Das spart Geld und verbessert die Versorgung.

* Was Hadersleben tun könnte

Laut der Analyse ließen sich Millionen von Kronen einsparen, wenn die Kommune die Abläufe optimiert. Dazu gehört, Pflegeeinsätze zu koordinieren.