Gesellschaft

Strandsegelverbot: Polizei arbeitet an „guter Lösung für alle“

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Der Wind trägt die Strandseglerinnen und Strandsegler auf Röm über den breiten Sandstrand – künftig wieder in einem klar abgegrenzten Bereich am Süderstrand (Symbolbild).

Vier Veranstaltungen warten aktuell auf eine Genehmigung, doch die Gesetzeslage macht es kompliziert. Die Polizei beteuert, nach Wegen zu suchen, um den Sport weiterhin zu ermöglichen.

Das Strandsegelverbot auf Röm hat in den vergangenen Tagen für großes Aufsehen und Kritik gesorgt. Die Polizei für Südjütland und Nordschleswig gab nun bekannt, dass man aktuell an einer Lösung arbeite, die sowohl Strandseglerinnen und -seglern und auch anderen Strandgästen gerecht werde, man stehe dabei mit der dänischen Naturbehörde sowie den betroffenen Kommunen in engem Austausch, heißt es in einer Mitteilung.

Polizeidirektor Gert Bisgaard betont, dass es der Polizei vor allem darum gehe, tragfähige Lösungen zu finden:

„Der Dialog läuft derzeit auf Hochtouren. Es geht darum, Lösungen zu finden, die es ermöglichen, das Strandsurfen weiterhin an den Stränden auszuüben – und zwar im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung. Wir sprechen auch über die Einschränkungen, die das Gesetz vorgibt, aber unser Hauptfokus liegt auf der Suche nach Lösungen. Wir suchen nach Lösungen, die sowohl den Strandseglerinnen und Strandseglern als auch den anderen Strandbesuchenden gerecht werden.“

Zusätzlich fand in dieser Woche ein Treffen mit Tourismusverbänden aus Fanø, Tondern und Varde statt, um praktikable Zukunftslösungen zu erarbeiten.

Schnelle Bearbeitung von Anträgen

Die angekündigte Änderung der Praxis für das Strandsegeln hat unter den Betroffenen teils zu Frustration geführt. Die Polizei zeigt dafür Verständnis und bearbeitet nach eigener Aussage eingehende Anträge mit höchster Priorität.

„Wir verstehen vollkommen, dass die angekündigte Änderung der Praxis für das Strandsegeln bei die betroffenen Akteurinnen und Akteuren frustriert hat. Daher bearbeiten wir die eingegangenen Anträge mit höchster Priorität und führen einen konstruktiven Dialog mit den Antragstellenden über die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen für ihre Veranstaltungen“, so Gert Bisgaard.

Vier Anträge in Bearbeitung

Aktuell werden vier Anträge für Strandsegelveranstaltungen geprüft. Die Polizei unterstützt die Antragstellerinnen und Antragsteller direkt bei der Einhaltung notwendiger Sicherheitsvorkehrungen. Zudem sei eine allgemeine Anfrage zum Strandsegeln eingegangen, bei der die Antragsstellenden darauf hingewiesen wurden, dass eine generelle Genehmigung nicht möglich sei. Stattdessen könnten sie eine Erlaubnis für Veranstaltungen in einem begrenzten Zeitraum beantragen, heißt es in der Mitteilung.