Fighter Wing Skrydstrup

Start oder Stillstand – die F-35 und das Wetter

Veröffentlicht Geändert
Momentan fliegen die F-35 unter schwierigen Bedingungen, da es kalt und zuweilen stürmisch ist.

Die F-35 ist schneller als der Schall. Doch ihr Start entscheidet sich nicht auf der Startbahn, sondern am Schreibtisch des Wetterdienstes.

In der Kommune Hadersleben, besonders rund um Woyens (Vojens) und Skrydstrup, gehört der Lärm der Airbase zum Alltag. Startende Kampfflugzeuge, Nachtübungen – und dann wieder Ruhe in den Straßen. Was viele nicht sehen: Jeder Flug beginnt mit einem Blick auf Wolken, Wind und Sicht.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup, dem einzigen für Kampfjets in Dänemark, ist das Team des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) fest eingebunden. Mehrmals täglich geben die Fachleute ihre Einschätzung ab: Wie ist die Luft? Droht Vereisung? Wie verlässlich sind die Sichtverhältnisse – gerade nachts?

Kein Spielraum bei Nachtübungen

Besonders bei den aktuellen Nachtübungen zählt jedes Detail. Die Einsatzplanung folgt klaren Regeln. Stimmen die Wetterdaten nicht, bleibt der Jet am Boden. Das Jagdgeschwader der Fighter Wing Skrydstrup informiert darüber regelmäßig auch öffentlich.

Der Alltag des Expertenteams vom DMI ist dabei wenig spektakulär, aber wichtig. Seine Einschätzung entscheidet mit darüber, ob Starts sicher möglich sind oder nicht.

Mit dem Wetterdienst unterwegs

Zum Team des Jagdgeschwaders gehören die Fachleute vom Wetterdienst.

„DMI arbeitet seit Jahrzehnten mit dem Militär zusammen“, sagt Kristian Testrup, Leiter der Abteilung für militärische Vorhersagen. Seine Arbeit endet nicht in Skrydstrup. Auch bei Einsätzen in Grönland oder auf See begleiten Meteorologinnen und Meteorologen die Piloten.
Deshalb gehört Wetterkunde zur Ausbildung fliegender Einheiten. Wird eine Staffel verlegt, reist der Wetterdienst mit – inklusive Messgeräten, Erfahrung und der Verantwortung.

Für die Menschen rund um Skrydstrup bleibt der Wetterdienst meist unsichtbar. Doch ob es nachts laut wird oder ruhig bleibt, entscheidet oft nicht der Tower, sondern der Expertenblick gen Himmel.