Handball

Sønderjyske HH für deutsche Handballer nicht immer ein Glücksfall

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Zwei Deutsche mit unterschiedlichem Erfolg bei Sønderjyske HH: Patrick Volz (links) und Lucas Rehfus.

Nach Magnus Holpert hat nun auch Lucas Rehfus den Handballligisten verlassen, ohne den Durchbruch geschafft zu haben. Sportmanager Thomas Mogensen begründet dies mit dem verschärften Konkurrenzkampf und dem gestiegenen Niveau in der dänischen Liga.

Patrick Volz war ein echter Volltreffer und schaffte in der abgelaufenen Saison den Sprung in die Allstar-Auswahl der dänischen Liga. Der Linksaußen, der eine Leihgabe der SG Flensburg-Handewitt war und planmäßig nach Flensburg geht, ist aber die Ausnahme.

Deutsche Handballer taten sich bei Sønderjyske zuletzt schwer. Magnus Holpert und Lucas Rehfus konnten sich nicht durchsetzen und haben den dänischen Handballligisten wieder verlassen.

Sportmanager ist nicht abgeschreckt

Magnus Holpert ist bereits zum VfL Lübeck-Schwartau in die 2. Bundesliga gewechselt, und Lucas Rehfus ist nun von seinem ursprünglich noch bis Mitte 2027 laufenden Vertrag gelöst worden. Doch bei Sønderjyske HH ist man nicht von der Verpflichtung deutscher Handballer abgeschreckt, nur weil es in zwei Fällen nicht geklappt hat.

„Nein, keineswegs. Wir haben das Potenzial in Magnus und Lucas gesehen, und wer weiß, wo sie in zwei oder drei Jahren stehen könnten, wenn wir unseren Entwicklungsplan durchgezogen hätten, aber wir haben auf die aktuelle Situation reagiert“, sagt Sportmanager Thomas Mogensen zum „Nordschleswiger“.

Der Konkurrenzkampf in der dänischen Liga und auch bei Sønderjyske HH ist größer geworden.

Lucas Rehfus hatte für drei Jahre unterschrieben, geht aber bereits nach der ersten Saison.

Überangebot im Rückraum

„Die dänische Liga wird immer besser. Hier muss man schon tüchtig sein, wenn man spielen will. Magnus hatte immerhin in der 1. Bundesliga für Minden gespielt, Lucas kam aus der 2. Bundesliga, aber wir haben Kräfte hinzufügen können, die wir noch vor einem Jahr nicht für möglich hielten. Da tauchte mit Frederik Tilsted plötzlich eine Möglichkeit auf, die wir nutzen wollten, und wenn man nachzählt, verfügen wir über recht viele Rechtshänder im Rückraum, die alle Einsatzminuten wollen“, so Thomas Mogensen.

Neben Frederik Tilsted sind dies Magnus Fredriksen sowie die Neuzugänge Jesper Konradsson, Nicolaj Skytte und Emil La Cour.

„Wir haben Spieler auf einem höheren Niveau holen können, und darunter leidet dann eben der Entwicklungsplan, den wir für Lucas gelegt hatten. Wir haben leider keine Liga-Spiele, wo wir üben können. Für uns geht es in jedem einzelnen Spiel um wichtige Punkte für den Endrunden-Einzug“, sagt der Sportmanager von Sønderjyske HH.