Tourismus

Die Planung des neuen Informationszentrums auf Röm kann weitergehen

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Das Naturcenter Tønnisgård hat seinen Sitz in einem früheren Kommandeurhof (Archivfoto).

Der bevorstehende Um- und Ausbau des heutigen Naturcenters Tønnisgård zur Infostätte Verdensarvcenter Rømø von internationalem Standard nimmt Form an. Der Vorsitzende der Einrichtung ist zuversichtlich: „Wir halten den Zeitplan.“

Für Beratungshonorare und die für das Durchführen eines Architekturwettbewerbs hat der Vorstand des Naturcenters Tønnisgård auf Röm bei der Kommune Tondern die Freigabe der ersten 2,5 Millionen Kronen beantragt. 

Die Infostätte mit dem neuen Namen Verdensarvscenter Rømø soll unter der Federführung des Kopenhagener Architekturbüros E+N Arkitektur, das die Ausschreibung gewann,  um- und ausgebaut werden. Damit soll der Standard auf internationales Niveau steigen.  

Für das Gesamtprojekt namens Sløjfen, bei dem historische Bausubstanz mit Neuem (Neubau) verbunden wird, werden Kosten in Höhe von 59 Millionen Kronen veranschlagt. Tønnisgård ist in einem früheren Kapitänshaus eingerichtet. 

Tief in die Tasche gegriffen

Die Schaffung eines modernen Besuchszentrums ist nur dank einer Zuwendung des A. P. Møller-Fonds möglich. Die Stiftung der Schiffsreederfamilie, die bekanntlich ihre Wurzeln auf Röm hat, bringt sich mit einem Megazuschuss in Höhe von 44 Millionen Kronen ein. Die Kommune will zehn Millionen Kronen beitragen, während Tønnisgård selbst 5 Millionen Kronen beiträgt. 

Das ehemalige Stadtratsmitglied Allan Skjøth (Venstre), Vorsitzender der Einrichtung, ist froh, weiter den Vorsitz bekleiden zu dürfen, auch wenn er bei der jüngsten Kommunalwahl nicht wieder in den Stadtrat gewählt wurde. „Ich freue mich, dieses spannende Projekt weiter begleiten zu dürfen.“

So soll das neue Naturzentrum nach dem Ausbau aussehen.

„Und ich kann euch verraten, dass alles nach Plan verläuft. Wir haben den Architekten gewählt und nun haben wir auch das Unternehmen gefunden, das das neue Naturzentrum inhaltlich erfüllen wird. Der Name ist aber noch eine Geheimsache.“

Ganz stimmt es aber nicht mit der Einhaltung des Zeitplans. Geplant war der erste Spatenstich für Ende 2024/Anfang 2025. Die Fertigstellung ist nach dem neuesten Stand jetzt für 2028 vorgesehen. Das neue Informationszentrum inklusive Erlebnisausstellung soll Gäste aus dem In- und Ausland empfangen – mit Ausstellungen, Bildungsangeboten, Wattlabor, Café und Vermittlung im Freien. Zentrales Ziel ist es, das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer erlebbar zu machen und ein nachhaltiges Naturverständnis zu fördern.

Vor etwa fünf Jahren wurde das Millionenprojekt vorgestellt. Das Welterbezentrum soll jährlich 50.000 Besucher begrüßen können. Heute sind es weniger als die Hälfte.