Seniorenpolitik

Der neugewählte Seniorenausschuss krempelt die Ärmel hoch

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Peter Christensen war Kommunalpolitiker, Mitglied des süddänischen Regionsrat und Bürgermeister in Hoyer.

Die 13 Mitglieder haben einige ihrer Schwerpunkte gesetzt, die sie in kommender Zeit anpacken wollen: Entvölkerung, Gemeinschaft und Wohlbefinden. „Aber es gibt sehr viel mehr“, meint der Vorsitzende von 60+Seniorråd, Peter Christensen aus Hoyer.

„Wir sind keine Politikerinnen und Politiker. Wir verfechten keine politischen Standpunkte. Wir haben keine Kompetenzen, Entscheidungen zu treffen, aber wollen ernst genommen werden. Die Kommune ist verpflichtet, uns als Anhörungspartner heranzuziehen“, erklärt der Vorsitzende Peter Christensen aus Hoyer (Højer) des neugewählten Seniorenrats 60+Seniorråd der Kommune Tondern. 

Kein politisches Organ

Selbst hat er eine lange politische Karriere als Stadtratsmitglied, als Regionsratsmitglied und als Bürgermeister hinter sich. Das Gremium sei kein politisches Organ und der Einzelne würde auch nicht einen politischen Standpunkt vertreten.

Vielmehr sei der Seniorenrat ein beratendes Organ für den Stadtrat, wenn es um seniorenpolitische Fragen geht. „Es handelt sich um mehr als Pflegeheime, Heimhilfe und Gesundheit etc. Wir können auch Stellung zum öffentlichen Verkehr nehmen oder auf eigene Initiative Themen aufgreifen“, unterstreicht Christensen. Der 77-Jährige freut sich auf die Arbeit im Seniorenrat, da die Mitglieder ganz unterschiedliche Hintergründe haben. 

Kürzlich hatte der Seniorenrat seine erste Sitzung und setzte einige der Schwerpunkte, mit denen er sich befassen will. Die Entvölkerung der Kommune, das Gefühl der Geborgenheit und Gemeinschaft zählen zu den zentralen Punkten.

12 der 13 gewählten Seniorenratsmitglieder sind auf dem Foto zu sehen. Gewählt wurden: Anders Nissen, Søren Hansen, Ketty Motzkus, Dorte Bendtsen, Frede Jensen, Hans Højberg, Peter Christensen, Kirsten Fuglsang Damm, Karin D. Mikkelsen und Børge Rossen, Poul Erik Henriksen, Rita Westergaard und Veronika Bjørn.

Er sei schon vor vielen Jahren, als er für den Regionsrat kandidierte, gefragt worden, ob er Mitglied des Seniorenrates werden wollte, da man ihm den Einzug in den Regionsrat nicht zutraute. 

„Nun wurde ich vor einem Jahr gefragt und ich musste nicht lange überredet werden“, so der ehemalige Bürgermeister von Hoyer.

Seniorenrat als Brückenbauer

Er sieht für den Seniorenrat auch Funktionen als Brückenbauer. „Da passiert so viel Gutes in unserer Kommune. Es ist nicht sicher, dass man weiß, was anderswo passiert. Daher müssen wir auch voneinander lernen.“

Im neugewählten Seniorenrat sitzen verhältnismäßig viele neue Vertreter und Vertreterinnen. Peter Christensens Stellvertreterin ist die frühere Vorsitzende Rita Westergaard.

Die Entvölkerung ist eine Herausforderung für den Seniorenrat und den Stadtrat. Persönlich habe er große Erwartungen an die Arbeit des Seniorenrats. Er sei gut zusammengesetzt in Bezug auf Kompetenzen und Interessen. Alle hätten Lust auf die Arbeit.