Kultur

Der an der Westküste gedrehte Film „Amrum“ läuft in den Kinos

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Die Brüder Nis (l.) und Lönne spielen im Film mit (Archivfoto).

Das Niebüller Kino zeigt das Filmdrama des Starregisseurs Fatih Akin nach Kindheitserinnerungen des Schauspielers Hark Bohm, der den Zweiten Weltkrieg auf der Nordseeinsel erlebte. Auch zwei Schüler der Ludwig-Andresen-Schule standen vor der Kamera.

Viele Stationen entlang der nordschleswigschen Westküste, wie Ballum, Hoyer (Højer) und Mögeltondern (Møgeltønder) waren im vergangenen Jahr Aufnahmeorte für den deutschen Kinofilm Amrum. Das Filmdrama erzählt die Kindheitserinnerungen des deutschen Schauspielers Hark Bohm, der den Zweiten Weltkrieg mit seiner Mutter und seinem Bruder auf der Insel Amrum erlebt. 

Bohm und der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin schrieben gemeinsam das Drehbuch. Gedreht wurde auch auf Amrum und in Hamburg. Vor der Kamera standen teilweise bekannte deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler wie Diane Kruger, Matthias Schweighöfer, Detlev Buck, Jasper Billerbeck und Kian Köppke. Zwei Schüler der Ludwig-Andresen-Schule in Tondern gaben ihr Filmdebüt als Statisten in der Verfilmung. Am Filmset waren auch die Brüder Lönne Steen und Nis Pepe Sommer aus Ruttebüll (Rudbøl) dabei.

Bei den Aufnahmen in Mögeltondern wurde die ganze Schlossstraße gesperrt. Der frühere Kaufmannsladen wurde in eine Schlachterei verwandelt. Im Wohnhaus des Lückschen Familienhauses befand sich eine Kaffeegesellschaft, als ein Hitlerjunge an die Tür klopft. Wenige Minuten später wird eine Hakenkreuzfahne aus seinem Dachfenster gehängt.

Jetzt ist die Produktion in die Kinos gekommen. Auch in Niebüll kann man die Ergebnisse der Dreharbeiten sehen. Seit dem 9. Oktober zeigt Ecks Kino den Film donnerstag bis sonntags und mittwochs um 17 und 19 Uhr.

Die Handlung führt das Publikum zurück zu den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Der junge Nanning Bohm hilft seiner Mutter durch Robbenjagd, Feldarbeiten und Fischen. Die glühende Nationalsozialistin floh mit ihren Kindern aus dem zerbombten Hamburg nach Amrum. Der Vater – ein hohes Tier im Naziregime – sitzt in Kriegsgefangenschaft.

Bei Kriegsende verfällt die Mutter in eine Depression. Ihr Sohn Nanning versucht auf kreative Weise, den Wunsch seiner Mutter nach Weißbrot mit Butter und Honig zu erfüllen.

Der Film wurde bereits im Mai beim Filmfestival in Cannes und Ende September/Anfang Oktober beim Filmfest in Hamburg vorgestellt. Am 9. Oktober war Kinostart in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern.

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