Gesellschaft

Apenrader Gymnasiastinnen gewinnen dänische Meisterschaft

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Das Siegerteam der dänischen Handballmeisterschaften der Gymnasien 2026 vom IBC Aabenraa

Die Schülerinnen des Apenrader Handelsgymnasiums haben in Ripen den Titel geholt und wurden in der Schule gefeiert. Was die jungen Frauen über den Titel denken und welche Bedeutung der Sport für sie hat, verraten sie im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“.

Strahlender Jubel in der Eingangshalle des International Business College (IBC) in Apenrade: Elf Schülerinnen wurden von Mitschülerinnen und Mitschülern gefeiert, nachdem sie am Vortag die dänische Gymnasiumsmeisterschaft im Handball gewonnen hatten. „Herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel!“, rief Rektorin Mette Andersen den jungen Sportlerinnen zu, die den Applaus freudestrahlend entgegennahmen.

Gemeinsam ein Ziel erreichen

„Am Anfang kann man es gar nicht glauben, dass man gewonnen hat. Das geht einem erst später richtig auf“, erzählt Karoline Langfeld. „Handball füllt bei mir viel. Den Zusammenhalt zu spüren, wenn man als Team einen Kampf gewinnt oder auch verliert – Sieg und Niederlage gemeinsam zu erleben. Das ist unbeschreiblich.“ Lea Jessen ergänzt: „Ich bin von Anfang an mit 100 Prozent dabei. Das zeigt sich in allem, was ich tue. Mein Bestes zu geben, das ist meine Persönlichkeit.“

So auch beim Erfolg in Ripen (Ribe): Der Sieg ist für die Schülerinnen nicht nur ein sportlicher Erfolg. Handball ist für sie mehr als ein Spiel, wie Karoline Langfeld und Lea Jessen berichten. Beide sind seit ihrer Kindheit aktiv, Karoline begann mit zehn, Lea mit zwölf Jahren. Für sie steht vor allem der Teamgeist im Vordergrund.

Rektorin Mette Andersen (r.) gratuliert dem IBC-Siegerteam.

Mehrwert für Schule und Klassenkameradinnen und -kameraden

Alle Spielerinnen sind zudem Mitglieder des Vereins Sønderjyske, trainieren dort gemeinsam und leben teilweise extra für den Sport in Apenrade. Karoline ist von Fredericia aus nach Apenrade gezogen, um beim Verein spielen und trainieren zu können. 

Diese intensive Zusammenarbeit zahlt sich auf dem Spielfeld aus. Lehrer und Trainer Lars-Erik Henriksen betont den Mehrwert für die Schule: „Die Mädchen sind in verschiedenen Klassen und Stufen, schaffen dadurch Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern – klassen- und stufenübergreifend.“

Der Gewinn der Meisterschaft ist für Schulrektorin Andersen und Lehrer Henriksen auch ein Beleg dafür, dass Leistungssport und Schule vereinbar sind. „Sie sind Inspiration für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler“, sagt die Schulleiterin. 

Karoline (l.) und Nele im Kreise ihrer Mitspielerinnen

Nach der Siegerehrung gibt es Sieger-Pfannkuchen, die Stimmung ist ausgelassen.

Handball wirkt bis in den Alltag

Für die jungen Handballerinnen sind die Erfahrungen weit mehr als Medaillen. Karoline: „Begonnen habe ich, um sozial zu sein, etwas gemeinsam zu machen. Später habe ich gemerkt, wie viel Freude mir der Sport selbst bringt. Gemeinsam Erfolge und Misserfolge zu teilen, zusammen zu trainieren und ein Ziel zu erreichen, ist großartig.“

Lea rät jungen Menschen, einfach etwas auszuprobieren: „Ich habe viele Sportarten ausprobiert, beim Handball bin ich geblieben, weil der Zusammenhalt mir so gut gefällt – aber natürlich auch der Sport selbst.“ Karoline ergänzt: „Wenn man einen schlechten Tag hat und zum Training geht, wird es plötzlich ein richtig guter Tag. Man lernt auch im täglichen Leben, auf andere zu achten, ein Team zu sein und Energie zu investieren, um ein Ziel zu erreichen.“

Das IBC-Handball-Team gewann das Finale gegen Frederikshavn mit 14-11.