Handball

Krise bei SønderjyskE-Frauen nicht ganz so schlimm wie befürchtet

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Hans Henrik Damgaard (Bildmitte) hat zwar einen neuen Finanzbericht erhalten, aber die Sorgen bleiben.

Fehler beim Jahresabschluss: Die finanzielle Lage bei den Handballerinnen aus Apenrade hat sich über Nacht verbessert. Was ist passiert?

Die Handballerinnen von SønderjyskE haben ein unverhofftes Weihnachtsgeschenk erhalten: Die finanzielle Lage im Verein ist nicht ganz so ernst, wie vor Weihnachten bekannt wurde. Es ist Geld da für den Rest der Saison.

Kurz vor Weihnachten hatte der Verein seinen Jahresabschluss an die Wirtschaftsbehörde eingesandt. Darin hatte der Wirtschaftsprüfer EY in Apenrade den Fortbestand des Clubs infrage gestellt. Neben einem Minus im Jahresabschluss in Höhe von 1,3 Millionen Kronen sei SønderjyskE auch beim Eigenkapital in den roten Zahlen (-3 Millionen Kronen). Darüber hinaus sei die Liquidität des Handballvereins ein Problem – also die Fähigkeit, den laufenden Betrieb zu finanzieren, so EY.

Doch den Wirtschaftsprüfern ist ein Fehler unterlaufen. Die roten Zahlen stimmen zwar, doch im Jahresbericht hat EY seine Einwände und Kommentare vom Vorjahr wiederholt. Dabei hat sich die Situation bei SønderjyskE in den vergangenen zwölf Monaten verbessert – und es ist Geld da für den Rest der Saison.

Das schreibt der Handballverein in einer Pressemitteilung, in der es auch heißt, dass sich EY für den Fehler entschuldigt hat. Ein neuer, korrigierter Jahresbericht ist inzwischen an die verantwortliche Behörde geschickt worden.

Mehr Geld von der Kommune

„Unser Eigenkapital ist immer noch negativ und unsere Liquidität eine Herausforderung“, schreibt Direktor Per Rasmussen in der Pressemitteilung. Aber die Entwicklung sei positiv. SønderjyskE Kvindehåndbold hat eine Steigerung der Sponsoreneinnahmen in Höhe von 30 Prozent, und der Verein habe die Finanzen besser im Griff, so Rasmussen.

Der Verein erhält in den kommenden zwei Jahren unter anderem 1,8 Millionen Kronen jährlich von der Kommune Apenrade. Das ist eine Million Kronen pro Jahr mehr als in der bisherigen Absprache, in der die Kommune den Verein zunächst mit 600.000 Kronen jährlich unterstützte, dann aber noch 200.000 Kronen pro Jahr drauflegte.