Das Wort zum Sonntag

„Weihnachtsfreude - in der Dunkelheit “

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Das Wort zum 4. Advent kommt von Pastorin Rajah Scheepers an der Sankt Petri Kirche in Kopenhagen.

Mit Entsetzen sehen wir auf die Geschehnisse auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt.

Inmitten dieser schlimmen Zeit möchte ich Euch mitnehmen zu einem besonderen Ereignis, das uns in Sankt Petri Kopenhagen in der Adventszeit tief berührt hat: das Weihnachtsoratorium, das am Vorabend des 3.

Advents in unserer Kirche aufgeführt wurde.

Die Aufführung war ein wahrhaft bewegendes Erlebnis, nicht nur durch die musikalische Schönheit, sondern auch durch die Botschaft, die sie uns vermittelte.

Besonders der Gesang des Engels „Fürchtet euch nicht“, den unsere wunderbare Kirchensängerin Oksana von der Kanzel sang, hallt noch in unseren Herzen nach.

Ihre Stimme und die Worte des Engels erinnerten uns daran, dass trotz aller Unsicherheiten und Ängste in dieser Welt Gottes Zuspruch immer wieder neu in unser Leben tritt - „Fürchtet euch nicht!“.

Es ist faszinierend zu wissen, dass das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach sowie seine Entstehung der Weihnachtsfilm 2024 im deutschen Fernsehen ist und nun auch in der ARD-Mediathek in einer kongenialen Verfilmung zu erleben ist.

So kann die Botschaft von Frieden und Hoffnung weit über die Gemeinden hinaus wirken und noch viele Menschen erreichen.

Doch während wir uns an den Klang der Musik und die tiefen Worte erinnern, liegt auch ein weiteres bedeutendes Ereignis vor uns. Im Jahr 2025 feiern wir als deutschsprachige Kirchengemeinde Sankt Petri unser 450-jähriges Jubiläum. Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Rückblick auf eine lange Geschichte des Glaubens und der Gemeinschaft in Kopenhagen, sondern auch ein Ausblick auf eine weiterhin lebendige Zukunft. Es ist ein Moment, in dem wir uns daran erinnern, wie wichtig unsere Verbundenheit als Gemeinde ist und wie sehr wir in unserem gemeinsamen Glauben und in der Unterstützung füreinander wachsen können.

Mit der bevorstehenden Feier der Weihnacht dürfen wir uns erneut

der Bedeutung unserer christlichen Gemeinschaft

bewusst werden. Auch in dieser gerade dunklen

weihnachtlichen Zeit spüren wir die Nähe Gottes und die tiefe Verbundenheit, die uns alle miteinander trägt - gerade auch in unserer Kirche, die seit Jahrtausenden ein Ort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ist.

Daran wollen wir glauben und es in die Welt hinaustragen.

Wir leiden mit den Opfern und beten für sie.

Und wir sind uns gewiss, dass das Gute das Böse besiegt hat und das Licht die Dunkelheit erleuchtet.

Gott ist Mensch geworden, damit unsere Welt menschlicher und gottnäher wird.

Gesegnete Weihnachten.