Leserbericht

„Wanderung von Kirche zu Kirche“

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Die Kirche von Satrup liegt am Rande von Wester-Satrup und war das erste Ziel des Ausflugs.

Mit dem Deutsch-Dänischen Freundschaftsverein für kirchliche Zusammenarbeit von einem Gotteshaus zum anderen wandern: Davon berichtet Teilnehmer Dieter Jessen in seinem Leserbericht.

Der diesjährige Abendausflug begann in der stimmungsvollen Satruper Kirche (Sottrup kirke), wo wir mit schöner Orgelmusik begrüßt wurden, die auch unseren gemeinsamen Gesang begleitete. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Jens Falck Sørensen, erzählte lebendig von der Geschichte der Kirche und den spannenden Gegenständen, die sich hier befinden.

Die Kirche wurde zwischen 1100 und 1250 erbaut und im Laufe der Zeit mehrfach um- und ausgebaut. Auch Turm und Turmspitze wurden wiederholt restauriert – unter anderem nach Blitzeinschlägen und Bränden.

Die Kanzel wurde 1642 von Herzog Philipp von Glücksburg gestiftet, der die Oberhoheit über vier Pfarrkirchen in Sundewitt und zwei in Angeln hatte. Die Felder zeigen die Verkündigung, die Geburt Jesu, die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige und die Taufe Jesu.

Besonders der Ehrenhain mit sowohl dänischen als auch deutschen Grabsteinen und Kreuzen aus den Schleswig-Holsteinischen Kriegen und dem Ersten Weltkrieg hinterließ einen starken Eindruck. Herzlichen Dank an Jens für die spannende und aufschlussreiche Führung.

Nach dem Besuch in Wester-Satrup entschieden sich einige, das Auto zu nehmen, während andere zu Fuß zum nächsten Halt gingen: der Stenderup Freigemeindekirche. Hier erwartete uns eine kleine Stärkung mit Sandwiches und Wasser.

Die beiden Klingelbeutel wurden in den 1980er-Jahren im Chor wieder angebracht, werden aber nicht mehr benutzt. Der rote Beutel mit Goldstickerei trägt die Inschrift „Opfert Gott Dank“. Unter dem Beutel hing ein kleines Glöckchen, damit der Kirchendiener eventuell eingenickte Kirchenbesucher wecken konnte, sodass sie eine Münze in den Sammelbeutel legen konnten.

In der Kirche erzählte Peer Mikkelsen, Vorsitzender des Vorstands des Sundeved Zentrums, von der Geschichte der Kirche, die eng mit der Wiedervereinigung verbunden ist. Die Kirche wurde 1903 erbaut, als das Gebiet unter preußischer Herrschaft stand, als Zeichen des Dänentums und des Wunsches, dänische Gottesdienste abzuhalten. Nach der Wiedervereinigung ließ das Interesse nach, und die Kirche wurde nur noch gelegentlich genutzt. 1970 wurde sie der selbstverwalteten Institution Sundeved Zentrum übergeben.

Nach einer behutsamen und schönen Renovierung wird die Kirche heute bei besonderen Anlässen genutzt. Auch das Zentrum mit Saal, Küche und Zimmern ist ein beliebter Ort geworden – für alles von Klassenfahrten und Kursen bis hin zu Hochzeiten und Festen – sowohl für dänische als auch für deutsche Gäste.

Die Freikirche von Stenderup wurde 1903 erbaut, als das Gebiet unter preußischer Herrschaft stand.

Vielen Dank auch an Peer für die inspirierende Führung und Erzählung.

Im Inneren der Freikirche, die Anfang des 20. Jahrhunderts für dänische Gottesdienste und Veranstaltungen erbaut und genutzt wurde.