Leserbrief

„THYRA, es ist Zeit aufzuhören“

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Leif Curdes vor der Thyra.
Leif Curdes vor der Thyra

SP-Kandidat Leif Curdes fordert eine schnelle Umsetzung des Muschelfangverbots in der Flensburger Förde.

Heute wurde ich von einer Nachbarin angesprochen. Besorgt erzählte sie mir, dass das Grundschleppnetzschiff THYRA wieder einmal Muscheln mit ihrer illegalen Methode fängt. Erneut.

Seit Juli 2025 ist Grundschleppnetzfischerei in der Flensburger Förde verboten – das dachte man jedenfalls. In einer Verordnung vom Juli wurde diese Methode der Fischerei ausdrücklich in unserer Förde verboten. Doch warum tritt das Verbot nicht in Kraft?

Es kann nicht sein, dass die Regierung verspricht, diese zerstörerische Fischereimethode zu beenden, während in der Realität das Gegenteil passiert.

Grundschleppnetzfischerei ist nicht nachhaltig – sie zerstört den Meeresboden, tötet Tiere und leert das Ökosystem so schnell, dass sich der Muschelbestand nicht erholen kann, bevor das nächste Mal „geerntet“ wird. Deshalb muss sie ohne Ausnahmen verboten werden.

Wenn das nicht passiert, stirbt die Flensburger Förde langsam. Wenn die Regierung ihre Versprechen nicht hält und THYRA weitermachen darf, verlieren wir nicht nur unsere Natur, sondern auch das Vertrauen in Politik und Rechtssystem.

Jetzt heißt es, zusammenzuhalten. Verbote nützen nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. Doch gemeinsam können wir auf das Problem aufmerksam machen – gemeinsam können wir zeigen, dass THYRA ihre Grundschleppnetze woanders auswerfen muss.

Hier schützen wir unsere Natur – und diese will THYRA zerstören.

Wir brauchen ein echtes Grundschleppnetz-Verbot. Jetzt.

Leif Curdes, Stadtratskandidat für die Schleswigsche Partei; Gl. Færgevej 83, Gråsten

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