Leserbrief

„Studienjobs sind auch die Verantwortung der Kommune“

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Die SP in Sonderburg sagt: Es darf nicht bei Worten bleiben, um die Bedeutung von Studienjobs, Jobgarantien und attraktiven Studierendenwohnungen für die Gewinnung und Bindung von Studierenden hervorzuheben.

Mehr Teilzeit- und studienrelevante Jobs für die Kommune Sonderburg, dafür setzt sich die Schleswigsche Partei in Sonderburg ein. Den Grund erklären Stephan Kleinschmidt und Gerhard Bertelsen in ihrem Leserbrief.

Sonderburg hat im Laufe der Jahre ein starkes Studienumfeld geschaffen, das mit größeren Bildungsstädten mithalten kann. Doch mit mehr Studiengängen und Studierenden wächst der Bedarf an Weiterentwicklung – darunter auch an mehr Teilzeit- und studienrelevanten Jobs.

Studienjobs stärken die Kompetenzen und Karrieremöglichkeiten der Studierenden, und für internationale Studierende sind sie oft notwendig, um Anspruch auf SU zu haben. Ein Mangel an Studienjobs kann leider dazu führen, dass Studierende ihr Studium abbrechen müssen. Das wäre fatal. Junge Menschen dürfen Sonderburg nicht als Studienstadt meiden, nur weil es an Studienjobs fehlt.

Bislang haben weder der Arbeitsmarkt- noch der Wirtschaftsausschuss die akute Knappheit an Studienjobs priorisiert. Hier muss etwas getan werden. Es darf nicht bei Worten bleiben, wenn der Masterplan für Ansiedlung, Wirtschaft und grünes Wachstum die Bedeutung von Studienjobs, Jobgarantien und attraktiven Studentenwohnungen für die Gewinnung und Bindung von Studierenden hervorhebt.

Wir sind der Meinung, dass die Initiative „Sønderborg i Arbejde“ Priorität darauflegen sollte, die notwendigen studienrelevanten Jobmöglichkeiten und andere Arten von Studienjobs zu schaffen, genauso wie bisher der Fokus auf Praktikums- und Ausbildungsplätze gelegt wurde.

Studienjobs, Praktika und Projektkooperationen

GOTO Sønderborg ist einen guten Schritt weiter. Eine neue Plattform schafft nun eine stärkere Verbindung zwischen den Unternehmen und erleichtert es beiden Seiten, sich zu finden und das passende Match zu erzielen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für sowohl Teilzeit- als auch studienrelevante Aufgaben.

Die Kommune als Arbeitgeber hat bislang keine zentrale Initiative für Studierende. Das muss geändert werden. Deshalb hat die Schleswigsche Partei Studienjobs in die Haushaltsverhandlungen für 2025 eingebracht, und der gesamte Stadtrat hat zugestimmt.

Künftig wird die Kommune aktiv an Studienjobs, Praktika und Projektkooperationen mitarbeiten. Das gibt den Studierenden Einblicke in die kommunale Welt und praktische Berufserfahrung bei einem großen öffentlichen Arbeitgeber. Gleichzeitig halten wir Studierende in der Region und bieten den Unternehmen Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften.

Stephan Kleinschmidt, Vize-Bürgermeister der Kommune Sonderburg, und Gerhard Bertelsen, ehem. Stadtratspolitiker und Wirtschaftspolitiker