Leserbrief

„Stärkere Familienpolitik: Den Teufelskreis für Familien durchbrechen“

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Die SP in Sonderburg möchte Familien noch besser begleiten und integrieren.

Die Schleswigsche Partei in Sonderburg wünscht sich eine Politik, die Familien stärkt. Wie das aussehen könnte, beschreibt Stadtratspolitiker Stephan Kleinschmidt in seinem Leserbrief.

Eine Studie der Stiftung „Psykiatrifonden“ zeigt, dass 84 Prozent der Eltern von Kindern mit psychiatrischen Diagnosen negative Konsequenzen wie Scheidung, finanzielle Probleme und Stress erleben. Fast die Hälfte hat selbst eine Belastungsreaktion entwickelt. Das Problem hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt, und der Druck auf die Familien ist extrem.

Es ist verständlich, dass Eltern emotional von der Situation betroffen sind und es schwer haben, das Familienleben aufrechtzuerhalten, wenn ein Kind Schwierigkeiten hat und keine Hilfe erhält. Es muss gehandelt werden, um zu vermeiden, dass Familien einknicken.

Die Schleswigsche Partei hat im Laufe der Jahre eine Reihe politischer Initiativen ergriffen, darunter kostenlose psychologische Hilfe für junge Menschen unter 25 Jahren und verstärkte Familienberatung in der Kommune Sonderburg. Öffentliche Mittel für Prävention sind eine gute Investition.

Jetzt ist Sonderburg auf dem Weg zu einer umfassenden Kinder- und Familienpolitik – ein politischer Erfolg für die Schleswigsche Partei, die die Vision einer ganzheitlichen Familienpolitik in den Koalitionsvertrag und in den aktuellen Haushalt aufgenommen hat. Die Familienperspektive hat zwei Schwerpunkte: die Kommune für Familien attraktiv zu machen, mit guten Betreuungsangeboten, Schulen und Kulturangeboten; sowie die Unterstützung von gefährdeten Familien durch eine koordinierte Unterstützung und integrierte Hilfe.

Mein Ziel ist es, dass Sonderburg eine Vorreiterkommune mit einer ganzheitlichen Familienpolitik wird, die Gemeinschaften stärkt und das Familienleben – auch in schwierigen Zeiten – unterstützt. Die Politik soll die Familie über alle Sozialbereiche hinweg integrieren und markiert eine notwendige, visionäre Entwicklung.

Familien sollen eine zentrale Anlaufstelle in der Kommune finden, mit besserer Koordination über alle Bereiche hinweg. Dies bringt sowohl menschliche, fachliche als auch wirtschaftliche Vorteile, insbesondere für diejenigen Familien, bei denen das Leben die verletzliche Seite zeigt.

Stephan Kleinschmidt, erster Vizebürgermeister der Kommune Sonderburg und politischer Sprecher der Schleswigschen Partei