Leserbrief

„Musikfestival Folk Baltica: Gemeinschaft in jedem Ton“

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Der künstlerische Leiter Harald Haugaard achtet darauf, dass etwa die Hälfte der Musikerinnen und Musiker im Ensemble deutsch ist und die andere Hälfte dänisch.

Das Musikfestival Folk Baltica feiert in Sonderburg sein 20-jähriges Jubiläum als lebendiges Festival, das kulturelle Brücken in der Ostseeregion baut. Stephan Kleinschmidt und Christel Leiendecker aus dem Sonderburger Kommunalparlament betonen die Bedeutung von lokalem Engagement und grenzüberschreitender Zusammenarbeit für eine starke Gemeinschaft und kulturelle Vielfalt.

Wenn Folk Baltica in diesen Tagen nach Sonderburg kommt, ist es bereits das 20. Mal, dass das Festival Folkmusiker aus der gesamten Ostseeregion versammelt – und dennoch fühlt es sich frisch, lebendig und lokal verwurzelt an. Das ist an sich schon eine Leistung. Folk Baltica ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn kultureller Mut, lokale Unterstützung und starke Partnerschaften Hand in Hand gehen.

Es ist nicht nur ein Festival – es ist eine Geschichte über ein Grenzland, das auf Offenheit, Zusammenarbeit und künstlerische Qualität besteht. Die Kommune Sonderburg ist auch in diesem Jahr wieder ein aktiver Mitgestalter – sowohl mit Unterstützung als auch mit den passenden Rahmenbedingungen. Es finden vier sehr unterschiedliche Konzerte statt – vom großartigen Alsion über den Verein Nygård im Nørreskov bis hin zur intimen Atmosphäre in der Rinkeniser Kreuzkirche. Hinzu kommt ein stimmungsvolles Salonkonzert in der Augustiana in Augustenburg. Kultur wird hier nicht nur zentral, sondern auch dezentral verbreitet. Das ist kluge Kulturpolitik in der Praxis.

Doch nichts davon geschieht von selbst. Hinter den Kulissen stehen zahlreiche Freiwillige und lokale Partner, die nicht nur dafür sorgen, dass die Technik funktioniert und der Kaffee heiß ist – sie schaffen Atmosphäre, Zugehörigkeit und Verankerung. Hier wird das Festival Teil des gelebten Lebens. Wenn die Kultur gedeiht, werden sowohl Gemeinschaft als auch lokale Identität gestärkt.

Wir sehen Folk Baltica als ein Paradebeispiel dafür, wie kulturelle Initiativen Brücken über Grenzen hinweg bauen können und wie durch Zusammenarbeit Jahr für Jahr kulturelle Höhepunkte geschaffen werden können. Davon brauchen wir mehr – und dafür werden wir uns weiterhin einsetzen und kämpfen.

Von Stephan Kleinschmidt, Vize-Bürgermeister der Kommune Sonderburg (Schleswigsche Partei) und Christel Leiendecker, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport und Bürgerschaft (Schleswigsche Partei)

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