Leserbrief

„Jetzt gemeinsam weiterdenken“

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Begrenzte Ressourcen, wachsender Erwartungsdruck und die Frage nach der Zukunftsfähigkeit: Stephan Kleinschmidt ordnet die aktuellen Herausforderungen deutscher Vereine ein und plädiert in seinem Leserbrief für mehr Vernetzung, Solidarität und eine stärkere unterstützende Rolle des Minderheitendachverbandes.

Der Artikel „Das sind die Herausforderungen für deutsche Vereine in Sonderburg“ vom 7. Januar 2026 zeigt deutlich, vor welchen Aufgaben viele Vereine der deutschen Minderheit derzeit stehen: begrenzte personelle Ressourcen, steigende Erwartungen und der Anspruch, für Mitglieder und Nutzer attraktiv und relevant zu bleiben.

Viele dieser Herausforderungen sind keine Einzelfälle, sondern Ausdruck eines notwendigen Entwicklungsprozesses, den wir als Minderheit gemeinsam gestalten müssen. Hier setzt auch mein 5-Punkte-Plan an. Zusammenhalt und Solidarität sollen stärker erlebbar werden – durch Orte und Formate, die Begegnung ermöglichen, Menschen einbinden, Netzwerke knüpfen, die tragen, und Strukturen besser verzahnen.

Der Sozialdienst Sonderburg hatte aktuell ausdrücklich zum gemeinsamen Austausch eingeladen. Ich selbst konnte leider nicht teilnehmen, möchte aber betonen, wie wichtig es ist, dass sich die Vereine – hier beispielhaft der Sozialdienst – aktiv mit zentralen Zukunftsthemen der Minderheit beschäftigen. Dass dabei Fragen der Zusammenarbeit zwischen Vereinen, der Wertschätzung des Ehrenamts und der Bedarf an zielgruppengerechten Angeboten diskutiert wurden, ist ein starkes Signal.

Die Weiterentwicklung unserer Vereine und Institutionen ist eine gemeinsame Aufgabe. Wir haben unterschiedliche Rollen und Aufgaben – kulturell, sozial, politisch oder bildungsbezogen. Uns verbindet jedoch ein zentrales Ziel: den Mitgliedern der deutschen Minderheit und den Nutzerinnen und Nutzern unserer Einrichtungen ein relevantes, zeitgemäßes und verlässliches Angebot zu machen. Der BDN sollte dabei eine klar unterstützende Rolle einnehmen – vernetzend, koordinierend und entlastend. So können Kräfte gebündelt, Doppelstrukturen vermieden und Ehrenamt nachhaltig gestärkt werden.

Stephan Kleinschmidt, Kandidat für den Hauptvorsitz des Bundes Deutscher Nordschleswiger

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