Leserbrief

„Jeder Todesfall ist einer zu viel, wir müssen jetzt handeln“

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Niclas Aarestrup will für die Christdemokraten in den Regionalrat Süddänemark gewählt werden.

Nach dem Unfall auf der Strecke Tingleff–Sonderburg fordert Niclas Aarestrup in einem Leserbrief sofortige Sicherheitsmaßnahmen an Bahnübergängen.

Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen und allen Betroffenen des jüngsten tragischen Unfalls auf der Bahnstrecke Tingleff – Sonderburg. Jeder Unfall ist einer zu viel – und leider hat es auf dieser Strecke bereits mehrere gegeben.

Auch wenn die genaue Ursache noch nicht feststeht, dürfen wir nicht abwarten – weder auf das Ende der Untersuchungen noch bis 2027, wenn Schrankenanlagen erwartet werden. Vor Ort berichten Bürgerinnen und Bürger von Signalanlagen, die ohne ersichtlichen Grund minutenlang auslösen oder erst Sekunden vor der Zugdurchfahrt aktiv werden.

Das erinnert an die Fabel von „Peter und der Wolf“: Irgendwann reagiert niemand mehr auf die Warnungen.

Selbst wenn dies nicht unmittelbar zu den jüngsten Unfällen geführt hat und es bereits Möglichkeiten zur Meldung gibt, sollte das Verfahren einfacher und die Reaktion konsequenter gestaltet werden.

Darüber hinaus sollte man folgende Maßnahmen ernsthaft erwägen:

  1. eine Reduzierung der Zuggeschwindigkeit (mit angepasstem Fahrplan in Zusammenarbeit mit Sydtrafik),
  2. die Einführung einer STOP-Pflicht für Autofahrer, kombiniert mit Schildern und Rillen zur besseren Aufmerksamkeit,
  3. die vorübergehende Sperrung der gefährlichsten Bahnübergänge. Auch wenn dies den Verkehr belastet – es kann Leben retten.

Wir dürfen nicht riskieren, dass weitere Menschenleben verloren gehen, während wir auf dauerhafte Lösungen warten. Schnelles Handeln kann hier Leben retten.

Niclas Aarestrup, Assens
Verkehrspolitischer Sprecher und Kandidat für den Regionalrat Süddänemark der Partei KristenDemokraterne

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