Leserbrief

„Grenzkontrollen: Dann steht doch im Regen!“

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Statt an der Grenze aufzurüsten, könnte man das Geld für die neue Kontrollstation der Bundespolizei lieber in Bildung, Kultur oder Soziales stecken, schreibt Leif Curdes, Politiker der Jungen Spitzen in der Kommune Sonderburg (Sønderborg), in seinem Leserbrief.

Neulich fuhr ich an der deutsch-dänischen Grenze bei Kupfermühle vorbei und wurde von einem raupenartigen Fischgräten-Konstrukt überwältigt. Obwohl ich Raupen sehr niedlich finde, dient diese Konstruktion jedoch keinem „niedlichen“ Zweck.

Hier wird für schlappe 100.000 Euro ein Unterschlupf für die Bundespolizei errichtet, damit sie auch in den kommenden kalten Monaten ihre EU- und schengenrechtswidrigen Grenzkontrollen durchführen kann, ohne nass oder kalt zu werden.

Ich brauche mich nicht zu wiederholen. Aber 100.000 Euro, die in Bildung, Kultur oder Soziales gesteckt werden könnten, ruhen nun für immer in Form von kalten Betonklötzen, verbunden mit Metallstreben und überzogen von einer Zeltplane, an der Grenze. Verdammt ärgerlich.

Es ist einfach, auf andere Menschen zu zeigen und der Bevölkerung zu erklären, sie seien der Grund dafür, dass man sich die Butter im Supermarkt nicht mehr leisten kann. Aber es ist falsch. Hass ist falsch.

Wir können uns das Grenzland gut teilen. Ohne Feindbilder und Ausgrenzung. Hier an die Bundesregierung: Lasst uns mit euren ideologischen symbolpolitischen Grenzkontrollen in Ruhe!

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