Wort zum Sonntag

„Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden“

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Pastorin Astrid Cramer-Kausch erzählt in ihrem „Wort zum Sonntag“ von einem Lied, das schon 1978 entstand – und heute aktueller denn je ist. Zum Internationalen Tag des Friedens erinnert sie daran, wie sehr wir alle auf Versöhnung, Bewegung und kleine friedliche Gesten angewiesen sind.

„Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden.“ So klingt es im Gottesdienst, wenn wir im evangelischen Gesangbuch EG 170 singen. Um Gottes Segen geht es, wenn es in Strophe 2 heißt: „Keiner kann allein Segen sich bewahren“, und in Strophe 3 geht es dann um den Frieden. 1978 ist das Lied entstanden. Und es bleibt und ist aktuell.

Am 21. September 2025 ist der Internationale Tag des Friedens, und ich habe nachgelesen: Der Internationale Tag des Friedens wurde 1981 von der Generalversammlung der Vereinten Nationenins Leben gerufen. In diesem Jahr jährt sich die Verabschiedung derErklärung und des Aktionsprogramms für eine Kultur des Friedens durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum 25. Mal.

Es geht um eine Kultur des Friedens, die Werte festlegt, und ich bin so froh und dankbar, dass die Menschheit schon einmal so vernünftig war. Gleichzeitig erschrecke ich über die Unvernunft und den Unsinn unserer Zeit. Sicher geht es vielen Menschen so …

Nur „singen“ wird da nicht reichen, nur „beten“ auch nicht. Demonstrieren, denken, hoffen … alle Arten, eine Kultur des Friedens beizubehalten, neu zu beleben, weiterzuentwickeln oder nur nicht aufzugeben, erfreuen mein Herz und meinen Verstand. Jedes bisschen Frieden ist Teil des großen Ganzen.

Was kann der christliche Glaube dazu beitragen? Vielleicht ist es auch beten, sich unser selbst bewusst zu werden, wenn wir sonntags in den Gottesdiensten im Vaterunser beten: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“

Das nimmt einen Teil von den verzwickten und verwobenen, verworrenen Problemen unserer Welt auf. Versöhnungs- und Friedensbewegungen brauchen wir alle … immer wieder.

Stellt Euch vor, alle Welt sänge zur gleichen Zeit ein Lied mit mehreren Strophen. Egal welches. Die ganze Welt bekäme einen anderen Klang.

Tut etwas Friedliches und genießt es für genau diesen Moment.

Ein Anfang ist ein Anfang …

Einen gesegneten Sonntag,

Pastorin Astrid Cramer-Kausch (Pfarrbezirk Tingleff)

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