Leserbrief

„Die Stärke unserer Minderheit entsteht im Dialog“

Veröffentlicht Geändert
Stephan Kleinschmidt (SP)

Stephan Kleinschmidt skizziert kurz vor der Neujahrstagung des BDN seine Kandidatur für den Hauptvorsitz – und wirbt für mehr Beteiligung, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung in der deutschen Minderheit.

Die Neujahrstagung des Bundes Deutscher Nordschleswiger ist ein guter Anlass, um innezuhalten und gemeinsam nach vorn zu blicken. Unsere Minderheit steht vor wichtigen Entscheidungen – in Bildung, Kultur, Politik und Organisation. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Fragen nicht übereinander, sondern miteinander beraten. Meine Kandidatur für den Hauptvorsitz des BDN steht deshalb unter einem klaren Leitgedanken: Die Stärke unserer Minderheit entsteht im Dialog. Bevor es um Programme, Positionen oder Beschlüsse geht, braucht es Begegnung, Vertrauen und gemeinsames Nachdenken. Nur so entstehen tragfähige Lösungen.

Vor diesem Hintergrund habe ich im Dezember einen 5-Punkte-Plan für eine starke Deutsche Minderheit vorgestellt. Er bündelt zentrale Zukunftsfragen in fünf Schwerpunkten: erstens verlässliche Schulen und Kindergärten als Fundament unserer Minderheit, zweitens Zusammenhalt und Solidarität, die im Alltag spürbar werden, drittens eine zeitgemäße Vermittlung unserer Identität, offen und anschlussfähig für alle Generationen, viertens mehr Beteiligung und Gleichstellung, damit Engagement leichter möglich wird, und fünftens eine klare politische Sichtbarkeit – selbstbewusst vor Ort und nach außen.

Dieser Plan ist bewusst kein fertiges Programm. Er ist eine Einladung zur gemeinsamen Beratung. Denn gute Antworten entstehen nicht am Schreibtisch, sondern im Austausch. Deshalb setze ich im Rahmen meiner Kandidatur auf eine Dialogoffensive. Ich möchte zuhören, lernen und mich persönlich vorstellen – dort, wo das Minderheitenleben stattfindet. Die Neujahrstagung kann dafür ein Startpunkt sein: für mehr Gespräch, mehr Beteiligung und Orientierung, mit gemeinsamer Verantwortung.

Stephan Kleinschmidt, Kandidat für den Hauptvorsitz des Bundes Deutscher Nordschleswiger

Mehr zum Thema: Die Minderheit wählt

Die in diesem unaufgefordert eingesandten Beitrag vorgebrachten Inhalte wurden nicht von der Redaktion auf ihre Richtigkeit überprüft. Sie spiegeln die Meinung der Autorin oder des Autors wider und repräsentieren nicht die Haltung des „Nordschleswigers“.

Auf unserer Themenseite „Minderheit wählt“ gibt es die gesamte Berichterstattung rund um die Wahl und Kandidierende zum neuen Hauptvorsitz, dem stellvertretenden Hauptvorsitz sowie dem Vorsitz des Kulturausschusses. Gewählt wird bei der Delegiertenversammlung am 2. Juni 2026.