Gastkommentar

„Der Berg ruft und wir kommen“

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Für Büchereidirektorin Claudia Knauer ist das Knivsbergfest ein Zeichen von gelebter Gemeinschaft in der Minderheit.

Lange ist es nicht mehr hin: Das Knivsbergfest beginnt und alle – na ja, fast – sind dabei.

Auf Facebook, Instagram und im Podcast, auf den Webseiten und im Gespräch spielt das Knivsbergfest mittlerweile eine tragende Rolle.

Am 21. Juni ist es so weit, dass Schulklassen und Kindergartengruppen, Seniorenkreise, die Musikvereinigung sowie eingesessene und neu hinzugekommene Minderheitenmenschen den Berg einnehmen zum Spielen, Lachen, Lesen, Kaffee trinken, Frühstücken, Schnacken, zur Andacht und zum Singen.

Was schon als Patient auf der Intensivstation galt, ist heute ein quicklebendiger Jungstar. Dazu bedurfte es der Anstrengungen aller, vor allem auch des Deutschen Schul- und Sprachvereins. Gelungen ist es, weil alle an einem Strang gezogen haben und ziehen. Das ist das Geheimnis: Gemeinschaft.

Es klingt wie ein Mantra und kann doch nicht oft genug wiederholt werden: Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam bewegen wir etwas. Wer sich außerhalb dieser Gemeinschaft stellt, tut nicht nur sich selbst Ungemach an, sondern uns allen.

Wir vom Büchereiverband haben viel Spaß daran, unsere Bücher und Wimmelbilder zu präsentieren, mit denjenigen, die ins Zelt schauen, über Gott und die Welt zu sprechen und gleichzeitig natürlich eine Station der berühmten Schnitzeljagd der Schleswigschen Partei zu sein, auf das Zelt der Kirche nebenan zu verweisen oder behilflich zu sein, wenn ein Kind seinen Vater sucht.

Selten wird klarer, dass wir eine große Familie sind – mit allem, was dazugehört. Familie bedeutet ja nicht immer eitel Sonnenschein, ist aber eine verlässliche Größe und genau das brauchen wir in diesen unruhigen Zeiten umso mehr.

Unser Dank geht deshalb an all die Menschen, die das Fest möglich machen, und dazu zählen natürlich die Hausmeister/innen, die Hauswirtschaft, der gesamte Jugendverband, die ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer, die Schiedsrichter, die Menschen hinterm Tresen im Verpflegungszelt und die Parkwächter und -wächterinnen, die einen harten Job haben.

Jetzt drücken wir die Daumen, dass in keiner Hinsicht dunkle Wolken über dem Berg erscheinen, sondern wir im Sonnenschein feiern können, dass wir Teil einer Gemeinschaft sind.

Redaktioneller Hinweis

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