Leserbrief

„Arbeitsumfeld ist eine Investition – keine Ausgabe“

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Sonderburg sollte eine attraktive Arbeitsstätte und eine Kommune mit starker Wohlfahrt bleiben, schreibt Stadtratskandidat Gerhard Bertelsen.

Gerhard Bertelsen betont als Kandidat für die Schleswigsche Partei in Sonderburg in seinem Leserbrief die Bedeutung eines gesunden Arbeitsumfelds in der Kommune. Für ihn bildet es eine zentrale politische Aufgabe, die konkrete Strategien, Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg und Investitionen erfordert.

Als Mitglied des Stadtrates ist man nicht nur Politikerin oder Politiker, sondern auch Arbeitgeberin oder Arbeitgeber für mehr als 5.000 Angestellte in der Kommune Sonderburg. Ein gesundes Arbeitsumfeld ist entscheidend sowohl für das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Qualität der Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb muss das Arbeitsumfeld als politische Kernaufgabe auf einer Ebene mit Finanzen und Wohlfahrt stehen – mit klarer Strategie, parteiübergreifender Zusammenarbeit und konkreten Maßnahmen. Ich sehe dabei vor allem vier Schwerpunkte:

Vertrauen in die Fachlichkeit: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ihre Fachkompetenz nutzen können, ohne in Kontrollen und Papierarbeit zu versinken. Die Aufgabe der Politikerinnen und Politiker liegt darin, die Rahmenbedingungen zu schaffen – nicht in der Detailsteuerung.

Stress frühzeitig vorbeugen: Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitsbereich stehen unter hohem Druck. Wir müssen für angemessene Personalschlüssel, nachhaltige Arbeitszeiten und frühe Supervision sorgen, damit Probleme rechtzeitig erkannt werden.

Führung und Kultur machen den Unterschied: Zufriedenheit erfordert Leitungspersonen, die dieses Thema priorisieren, und eine Kultur, in der man offen über Herausforderungen sprechen kann. Verbesserte Führungsausbildung, Mentoringprogramme und Dialog bilden dafür die Grundlage.

Politische Zusammenarbeit als Schlüssel: Arbeitsumfeld ist keine parteipolitische Frage, sondern eine Investition in Menschen, Qualität und Verantwortung.

Wenn der Plan für Arbeitsumfeld, Gesundheit und Hygiene im Jahr 2026 aktualisiert wird, muss das Ambitionsniveau steigen. Der Plan soll weiterhin in den MED- und Arbeitsumfeldorganisationen („Medarbejder- og Ledelsesudvalg“) verankert bleiben, jedoch auch klare politische Unterstützung und die notwendigen Ressourcen erhalten.

Das Einsatzteam verdient besondere Anerkennung. Durch ihr frühzeitiges Eingreifen bei auffälligen Fehlzeitmustern verhindern sie langfristige Krankmeldungen. Sie stehen beispielhaft für Prävention, bei der menschliche Fürsorge und wirtschaftliche Vernunft eng zusammengehen.

Damit Sonderburg eine attraktive Arbeitsstätte und eine Kommune mit starker Wohlfahrt bleibt, braucht es politischen Mut, Zusammenarbeit und die Bereitschaft zur Investition ins Arbeitsumfeld. Dafür werde ich mich einsetzen.

Gerhard Bertelsen, Kandidat für die Schleswigschen Partei in der Sonderburger Kommune

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