Leserbrief

„Ein starker Katastrophenschutz ohne Grenzen“

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Wenn schnelle Hilfe im Nachbarland erforderlich ist, sollte die Landesgrenze keine Barriere sein.

Zwei Stadtratsmitglieder der Schleswigschen Partei in Sonderburg und Tondern bedauern, dass das Netzwerk innerhalb der Blaulichtfamilie Ende 2025 ausläuft. Dabei ist gerade die Zusammenarbeit der deutsch-dänischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzkooperation in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert worden.

Die historische Sturmflut des letzten Jahres erinnerte uns daran, wie entscheidend es ist, die Zusammenarbeit für einen effektiven operativen Katastrophenschutz über Landesgrenzen hinweg zu entwickeln und zu stärken. Die deutsch-dänische Feuerwehr- und Katastrophenschutzkooperation hat seit über zehn Jahren den Einsatz verbessert, sodass die Landesgrenze nicht als Barriere wahrgenommen wird, wenn schnelle Hilfe benötigt wird. Die jüngste Initiative in der EU-geförderten deutsch-dänischen Katastrophenschutzkooperation ist das Projekt DANGER 112, das auf zwei früheren Projekten aufbaut und das Netzwerk innerhalb der „Blaulichtfamilie“ erweitert. Leider wurde erneut ein Enddatum für die Zusammenarbeit festgelegt, die diesmal Ende 2025 ausläuft.

Für uns in der Schleswigschen Partei ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Bürger in Notsituationen, in denen Leben, Eigentum oder Umwelt bedroht sind, die qualifizierteste und schnellste Hilfe erhalten – unabhängig davon, von welcher Seite der Grenze die Hilfe kommt. Deshalb sind wir der Meinung, dass die Katastrophenschutzkooperation permanent gemacht und intensiviert werden sollte. Die Zusammenarbeit sollte ein fester Eckpfeiler in der Katastrophenschutzinfrastruktur der Grenzregion sein. Dies würde nicht nur der „Brand og Redning Sønderjylland“ und dem Sonderburger Katastrophenschutz Planungssicherheit geben, sondern auch Sicherheit unter den Bürgern schaffen.

Darüber hinaus ist es notwendig, dass die Katastrophenschutzkooperation formal erneuert wird, um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen. Mit einer neuen Einsatzverordnung können deutsche Einsatzfahrzeuge nun ungehindert die Grenze überqueren. Der nächste Schritt ist die Erneuerung der bi-nationalen Abkommen in Berlin und Kopenhagen.

In der Grenzregion haben wir bereits eine starke Gemeinschaft, aber es ist wichtig, dass wir bei der Bewältigung aller Arten von Natur- und menschengemachten Krisen zusammenstehen. Die Herausforderungen werden größer, und deshalb ist eine gute Zusammenarbeit über die Grenze hinweg entscheidend – sowohl politisch als auch praktisch. Die Grenze darf niemals ein Hindernis für schnelle und effektive Hilfe werden.

Stephan Kleinschmidt (SP), Stadtratsmitglied in der Kommune Sonderburg
Louise Thomsen Terp (SP), Stadtratsmitglied in der Kommune Tondern

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