Leserbrief

„Unbegrenzte Zuwanderung in Nordschleswig?“

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Andreas Geuss engagiert sich als Berater für Zugezogene.

Der Leserbrief von Andreas Geuss thematisiert die Chancen und Herausforderungen beim Zuzug nach Nordschleswig. Er betont, dass Migration gezielt und gut vorbereitet erfolgen müsse, um erfolgreich zu sein – und kündigt an, sich politisch dafür einzusetzen, die Rahmenbedingungen für eine Ansiedlung weiter zu verbessern.

Zuzug ist wichtig – aber er muss gelingen. Viele kleine und mittlere Unternehmen in Nordschleswig leiden unter einem Mangel an Fachkräften.

Als Berater mit über 20 Jahren Erfahrung in Deutschland und zwei Jahren in Dänemark habe ich Kontakt zu mehr als 90 Unternehmen und über 700 deutschen Kandidaten aufgebaut.

Doch viel zu viele sind schlecht vorbereitet: Sprache, Verständnis der dänischen Arbeitskultur und finanzielle Rücklagen fehlen häufig. Das Ergebnis: Bis zu 58 Prozent kehren wieder zurück. In Nordschleswig liegt die Zahl unter 30 Prozent: Die Rahmenbedingungen sind hier besser, könnten aber weiter verbessert werden.

Nur diejenigen mit realistischen Chancen sollten den Schritt wagen – sowohl in die Mehrheit als auch in die Minderheit.

Ich möchte mein Wissen künftig darauf verwenden, Zuzügler zu begleiten und mich politisch dort zu engagieren, wo die Rahmenbedingungen gestaltet werden. In der Schleswigschen Partei Hadersleben und der Midteralliance (KV25) wollen wir dafür sorgen, dass Zuzug zu dauerhafter Ansiedlung wird – zum Nutzen von Menschen und Wirtschaft in Nordschleswig.

Andreas Geuss,
Ambassadører for tilflyttere Haderslev,
Botschafter für deutschsprachige Zuzügler der Kommune Hadersleben,
Fjelstrup Nørrevej 92
6100 Haderslev

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