Leserbrief

„Apenrade steht vor einer demografischen Herausforderung – wir müssen jetzt handeln!“

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Peter Asmussen
Peter Asmussen

Peter Asmussen ist Kandidat der Schleswigschen Partei in Apenrade für die kommende Kommunalwahl im November. Er schlägt in seinem Beitrag Lösungen vor, damit die Bevölkerungszahl in der Kommune nicht – wie es statistisch vorhergesagt wird – sinkt und damit viele Mitarbeitende fehlen.

Laut den neuesten Analysen von Dansk Erhverv wird die Kommune Aabenraa/Apenrade bis 2040 ganze 12 % ihrer Bürger im erwerbsfähigen Alter (20–69 Jahre) verlieren. Zum Vergleich: Im sogenannten „Trekantsområdet“ wird nur ein Rückgang von 2 % erwartet. Südjütland insgesamt steht vor dem Verlust von rund 26.800 Erwerbstätigen, was einem Rückgang von 6 % entspricht – einer der größten in Dänemark.

Das sind nicht nur bloße Statistiken. Konkret bedeutet es: weniger Hände in der Altenpflege, weniger Pädagogen in Kindertagesstätten, weniger Lehrer für die Kinder – und ein steigender Druck auf die Wirtschaft, die schon jetzt unter einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften leidet. Gleichzeitig wächst der Anteil der älteren Menschen, die Anspruch auf Sicherheit, Pflege und Fürsorge haben.

Diese Entwicklung dürfen wir nicht aussitzen. Ich bin überzeugt, dass die Lösungen bereits in der kommenden Amtsperiode des Gemeinderates umgesetzt werden müssen. Drei Bereiche sind entscheidend:

1. Wohnansiedlung und Dorfentwicklung – wir müssen junge Familien und Jugendliche durch bessere Infrastruktur, attraktive Wohngebiete und starke lokale Gemeinschaften anziehen.
2. Seniorenpolitik – ältere Menschen, die weiterhin unter flexiblen Bedingungen beitragen möchten, stellen eine wichtige Arbeitskräftereserve dar, die sowohl öffentliche als auch private Arbeitgeber nutzen sollten.
3. Zivilgesellschaft und Vereine – starke Gemeinschaften können die öffentlichen Maßnahmen ergänzen und Nähe, Sicherheit und Leben in der Kommune schaffen.

Demografischer Gegenwind trifft ganz Nordschleswig – Apenrade, Hadersleben, Sonderburg und Tondern – doch wir können die Herausforderung auch als Anlass für Erneuerung und Zusammenarbeit sehen.

Darum kandidiere ich bei der KV25. Ich will dafür arbeiten, dass Apenrade vorangeht und eine positive Entwicklung sichert – nicht erst 2040, sondern schon jetzt.

Peter Asmussen,
Apenrade

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